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Sonneberg/Neuhaus

Stadt Sonneberg legt Kita-Gebühren auf Eis

Bis auf Weiteres wird die Stadt Sonneberg keine Kita-Gebühren erheben. Eine Entscheidung, die am Wochenende gefallen ist. Und nicht die einzige im Zuge der Corona-Lage. Rathaus und Landratsamt bleiben nun dicht - ebenso wie Musikschule, Vhs und Spielzeugmuseum.



Leere Räume in den Kitas des Landkreises - wie in der Einrichtung auf der Wehd - bestimmen ab Dienstag das Bild. Weil Kindergärten und Schulen von da an wegen der derzeitigen Coronavirus-Situation geschlossen bleiben, hat die Stadt Sonneberg entschieden, Eltern zumindest die finanzielle Last zu nehmen und die Erhebung der Kita-Gebühren vorerst auszusetzen. Fotos: Carl-Heinz Zitzmann (1), privat (1)
Leere Räume in den Kitas des Landkreises - wie in der Einrichtung auf der Wehd - bestimmen ab Dienstag das Bild. Weil Kindergärten und Schulen von da an wegen der derzeitigen Coronavirus-Situation geschlossen bleiben, hat die Stadt Sonneberg entschieden, Eltern zumindest die finanzielle Last zu nehmen und die Erhebung der Kita-Gebühren vorerst auszusetzen. Fotos: Carl-Heinz Zitzmann (1), privat (1)  

Sonneberg - Wie es am Sonntag aus der Stadtverwaltung Sonneberg heißt, habe sich Bürgermeister Heiko Voigt am Wochenende zusammen mit der Verwaltungsspitze in einer Sofortentscheidung dafür ausgesprochen, dass die Stadt ab sofort die Erhebung von Kita-Gebühren aussetzt. Dies solle bis auf Weiteres gelten - für alle Eltern, die ihre Kinder aus Vorsicht vor einer Corona-Infektion nicht mehr in ihre Kita bringen dürfen. "Die Eltern haben jetzt allemal schon große Probleme, wie sie ihre Kinder betreuen können. Dazu kommt oft noch die Angst vor Verdienstausfall. Diese Sorgen wollen wir mit dieser Regelung zu entschärfen versuchen", so Voigt. Auch wenn Mütter und Väter aufgrund ihrer besonderen beruflichen Situation ein Angebot zur Notbetreuung nutzen können, werde die Beitragszahlung zunächst auf Eis gelegt. "Hier suchen wir im Nachhinein nach einer guten Lösung", erklärt Stadtkämmerer Steffen Hähnlein.

Telefonische Voranmeldung / zentrale Abstrichstelle / Infotelefon

Aufgrund aktueller Ereignisse wird seitens des Landkreises nochmals auf das richtige Verhalten bei grippalen Symptomen hingewiesen:

 

Wer Husten, Schnupfen, Halskratzen oder Fieber hat, sollte zuhause bleiben und den jeweiligen Hausarzt konsultieren. Wenden Sie sich unbedingt vorab telefonisch an Ihren Arzt oder wählen Sie die Nummer des ärztlichen Bereitschaftsdienstes ( 116 117), wenn Sie oben genannte Symptome aufweisen und Sorge haben, sich mit dem Coronavirus infiziert zu haben. Der Hausarzt bespricht mit Ihnen das weitere Vorgehen bis hin zur eventuellen Notwendigkeit eines Abstrichs auf Corona-Virus.

Vermeiden Sie Sozialkontakte! Schützen Sie Ihre Mitmenschen!

 

Gehen Sie nicht ohne telefonische Voranmeldung in Arztpraxen! Es droht gegebenenfalls die Ansteckung des medizinischen Personals und der anderen Patienten bzw. die Quarantäne der kompletten Praxis für bis zu zwei Wochen.

 

Gehen Sie nicht ohne telefonische Voranmeldung in Krankenhäuser bzw. in die Notaufnahme! Diese Bereiche sind für schwere bzw. intensivmedizinische Fälle entscheidend und müssen für solche geschützt werden. Deshalb ist auch hier eine telefonische Voranmeldung unerlässlich.

Bei lebensbedrohlichen Krankheitsverläufen ist die 112 bzw. der Notruf zu wählen.

 

Bei Bedarf erfolgt ein Abstrich im Kreisgebiet. In Abstimmung mit dem Landkreis Sonneberg wurde dankenswerter Weise durch die Kassenärztliche Vereinigung (KV) im Kreisgebiet eine zentrale Abstrichstelle eingerichtet. Sie wird durch die KV unter 116 117 koordiniert und in Zusammenarbeit mit dem DRK Kreisverband Sonneberg betrieben. Bei Bedarf ist hierdurch täglich vor Ort eine zügige und geordnete Probeentnahme für betroffene Bürger sichergestellt. Kontaktieren Sie im Bedarfsfall telefonisch die 116 117.

(0 36 75) 87 18 71 als Infotelefon:

Auf der Internetseite des Landkreises wird auf bestehende Infotelefone und hilfreiche Internetseiten verwiesen. Aufgrund der zunehmenden Bürgeranfragen hat das Landratsamt entschieden, ein eigenständiges Bürgertelefon zu schalten. Es ist während der behördlichen Öffnungszeiten unter (0 36 75) 87 18 71 erreichbar. Die behördlichen Öffnungszeiten sind Montag, Mittwoch und Freitag von 8 bis 12 Uhr, Dienstag von 8 bis 12 Uhr und 14 bis 16 Uhr und Donnerstag von 8 bis 12 Uhr und 14 bis 17 Uhr. Jenseits der behördlichen Öffnungszeiten werden besorgte Anrufer über eine Sprachansage allgemein informiert.

 

Wie bereits beim Aufbau einer Notbetreuung gehe man als Stadt erneut aktiv voran, um die Corona-Folgen bestmöglich in den Griff zu bekommen und die Bürger dabei nicht allein zu lassen. "Da seitens Land und Bund hierzu noch keine Regelungen getroffen worden sind, haben wir uns zu diesem Vorgehen entschieden", sagt Bürgermeister Voigt. "Aber wir hoffen natürlich, dass uns Land und Bund nicht im Regen stehen lassen und baldmöglichst einheitliche Regelungen zur Entschädigung definieren."

 

Die Kita-Gebühren auszusetzen, sei nur möglich, nachdem sich auch die freien Träger der Einrichtungen im Stadtgebiet bereiterklärten, diesen Weg mitzugehen. "Auch hierfür sagen wir nochmals herzlichen Dank für das gute Miteinander zwischen Stadt und allen unseren Kita-Partnern", betont Kämmerer Hähnlein.

Doch nicht nur in Sachen Kita-Gebühren bringt die derzeitige Coronavirus-Situation weitere Veränderungen in Sonneberg mit sich. So heißt es aus dem Rathaus weiterhin, dass man dem Beispiel anderer Verwaltungssitze im Landkreis folgen und den Publikumsverkehr im Amtsgebäude einschränken werde - und zwar ab dieser Woche. Wie genau das Rathaus in der nächsten Zeit für Bürger geöffnet haben werde, wolle man am heutigen Montag bekanntgeben, so Stadtsprecher Stefan Hinterleitner. "Aber wir bleiben natürlich telefonisch, per E-Mail und auch über Facebook erreichbar und versuchen, alle Fragen und Anliegen so schnell wie möglich zu bearbeiten."

Nicht nur der Sitz der Sonneberger Stadtverwaltung zieht in Sachen "Türen für den Besucherverkehr schließen" nach. Auch die Kreisverwaltung greift nun durch und passt sich dem Pandemiefall an. "Aufgrund der dynamischen Ausbreitung des Coronavirus reduziert das Landratsamt Sonneberg den üblichen Besucherverkehr und bündelt die Verwaltungstätigkeit", teilt Landkreissprecher Michael Volk am Sonntag mit. Ziel sei die Reduzierung direkter Personenkontakte, um sowohl die Besucher als auch die Bediensteten der Verwaltung zu schützen. Das Landratsamt Sonneberg arbeite jedoch regulär weiter. Im Ergebnis bedeutet das, dass die Behörde ab dem heutigen Montag "bis auf Weiteres grundsätzlich geschlossen" ist. Die regulären Öffnungszeiten und der übliche Außendienst entfallen. Schuluntersuchungen sowie zahnmedizinische Beratungsangebote werden ebenfalls ausgesetzt. Auch das Jobcenter des Landkreises Sonneberg läuft unter eingeschränkter Terminregie. Ausnahmen gebe es nur in begründet dringenden Fällen und nach vorheriger telefonischer Absprache mit den zuständigen Stellen, so Michael Volk weiter. Bürger können sich bei Fragen und Anliegen wie gewohnt telefonisch an die Fachämter wenden. Telefonnummern und Ansprechpartner sind auf der Internetseite des Landkreises Sonneberg nachlesbar.

Doch nicht nur der Verwaltungssitz wird für den Besucherverkehr dicht gemacht. Wie Kreissprecher Volk ergänzt, würde zudem analog der Kita- und Schulschließungen ab Dienstag, 17. März, der Landkreis bereits ab dem heutigen Montag bis auf Weiteres alle Schulturnhallen in kreislicher Trägerschaft für den Vereinssport sowie für sonstige außerschulische Aktivitäten dicht machen. Gleiches gelte für die drei Kultureinrichtungen des Landkreises: Das Deutsche Spielzeugmuseum, die Musikschule sowie die Volkshochschule (Vhs) bleiben ebenfalls bis auf Weiteres geschlossen. Kurse und Veranstaltungen der Musikschule und der Volkshochschule entfallen. Auch das Internat der Staatlichen Berufsbildenden Schule Sonneberg, das Kreisausbildungszentrum Feuerwehr, das Sonneberger Ausbildungszentrum und die Sternwarte Sonneberg mit ihrem Astronomiemuseum sind ab Dienstag, 17. März, geschlossen. Vorsorglich unter Quarantäne gesetzt wurden auch die drei Gemeinschaftsunterkünfte für Asylsuchende im Kreisgebiet. Der öffentliche Personennahverkehr werde, so Michael Volk, durch die kreiseigene Omnibusverkehrs Gesellschaft und die weiteren beauftragten Busbetriebe aufrechterhalten.

"Die Eindämmung der Coronavirus-Pandemie hat momentan absolute Priorität. Gemeinsam mit unseren zahlreichen Partnern aller Ebenen lenken wir unsere Kräfte auf den Schutz unserer Bevölkerung. Darum bitten wir um Verständnis für die ergriffenen Maßnahmen rund um unsere üblichen Angebote", erklärt Landrat Hans-Peter Schmitz.

Im Sinne des vorbeugenden Gesundheitsschutzes der Bevölkerung hat der Landkreis zudem am vergangenen Samstag, 14. März, eine weitere Allgemeinverfügung erlassen, welche die Grundlage für folgende wichtige Regelungen für den Zeitraum vom 17. März bis 19. April bildet: Demnach sind "alle Gemeinschaftseinrichtungen sowie die schulischen, ausbildungs- und sportfördernden Zwecken dienenden betriebserlaubnispflichtigen Internate und Jugendwohnheime und Tagesgruppen im Freistaat Thüringen bis zum 19. April geschlossen". Eine Notbetreuung in kleinen Gruppen von Kindern von Erziehungsberechtigten, die in sogenannten kritischen Infrastrukturen tätig sind, werde gewährleistet. Die Einzelheiten legen das für Bildung und Jugend zuständige Ministerium sowie die Einrichtungsträger fest. mad

 

Aktuelle Informationen und wichtige Hinweise zur Coronavirus-Lage gibt es unter

—————

www.kreis-sonneberg.de

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Veröffentlicht am:
16. 03. 2020
18:19 Uhr

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16. 03. 2020
18:19 Uhr



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