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Sonneberg/Neuhaus

Sonneberger Kitas öffnen unter veränderten Bedingungen

Ab Montag, 25. Mai stellen alle Sonneberger Kindergärten auf "eingeschränkten Regelbetrieb" um. Eltern sind deshalb aufgefordert, den Betreuungsbedarf für ihren Nachwuchs mit der Einrichtung telefonisch abzustimmen.



Bisher im Notbetreuungsmodus: Die Kita Märchenland in der Bert-Brecht-Straße.
Bisher im Notbetreuungsmodus: Die Kita Märchenland in der Bert-Brecht-Straße.   » zu den Bildern

Sonneberg - "Wir möchten alle unsere Kinder und Eltern der evangelischen Kindertagesstätte ,Märchenland‘ recht herzlich grüßen und euch sagen, wir sehnen uns nach euch! Nur mit euch sind wir vollständig und zufrieden." Diese Botschaft sendet Einrichtungsleiterin Sabine Bauer an diejenigen, die bis jetzt noch daheim bleiben müssen. So wie Grete, die ihre bunte Raupe versehen hat mit den Worten: "Ich liebe euch!" Damit zeigten die Kleinen deutlich, dass sie ihren Kindergarten vermissen, so Sabine Bauer.

Auch ihre Einrichtung im Wolkenrasen startet ab kommenden Montag in den "eingeschränkten Regelbetrieb". Damit können grundsätzlich wieder alle Kinder in ihre jeweilige Kita kommen. "Natürlich gibt es noch Einschränkungen", erläutert Amtsleiter Steffen Hähnlein. "Doch damit schaffen wir die Voraussetzung, dass die Sonneberger Kinder endlich wieder miteinander spielen und sich freuen können", dankt er zusammen mit Sonnebergs Bürgermeister Heiko Voigt allen Einrichtungen, ihren Leitern und Kita-Teams für die erneut hervorragende und konstruktive Zusammenarbeit bei der Planung dieses gemeinsamen Vorgehens für alle 15 Sonneberger Kindergärten. Damit sei sichergestellt, dass die Kinder in ihren Alltag und die damit verbundene Geborgenheit zurückfinden können. Die Einschränkungen können je nach Einrichtung unterschiedlich sein, zum Beispiel bei der Betreuungszeit, den Betreuungsangeboten aufgrund der räumlichen Voraussetzungen und des Distanzgebots sowie dem pädagogischen Angebot. Gemeinsam mit den Freien Trägern aller Kitas hat die Stadt Sonneberg einen Korridor für Hygienestandards und Tagesabläufe ausgearbeitet. Hierbei stand in bewährter Art und Weise die Sonneberger Kinderärztin Monika Jähnich als fachliche Beraterin zur Verfügung. Dann erfolgte eine intensive Abstimmung mit dem Jugendamt des Landkreises. Nun liegt für jeden Kindergarten ein individuelles Hygiene- und Schutzkonzept vor. Die Eltern erhalten mit Aufnahme der Betreuung vor Ort in ihrer Kita eine schriftliche Information über die wesentlichen Abläufe. Um den anstehenden Betrieb optimal vorbereiten zu können, werden die Eltern gebeten, ab sofort die künftige Betreuung ihres Kindes individuell auf telefonischem Weg mit ihrem jeweiligen Kindergarten direkt abzuklären.

"Die Erzieher können die ihnen anvertrauten Kinder nur betreuen, indem sie auf die sie schützende Distanz verzichten. Damit setzen sich die Erzieherteams ständig freiwillig um der Sache willen besonderen Risiken aus", so Hähnlein. Aus Gründen der Fürsorge ihnen gegenüber appelliert die Stadt Sonneberg eindringlich: Nur gemeinsam könne es gelingen, eine Ausbreitung des Virus in den Kitas zu verhindern. Die Eltern werden dringend gebeten, aus eigener Initiative die Einrichtung zu informieren, wenn bei ihrem Kind oder in seinem häuslichen Umfeld gesundheitliche Einschränkungen für den Besuch der Einrichtung vorliegen. "Hier ist Scham absolut nicht angebracht. Denn ein Virusbefall kann überall passieren", macht Hähnlein deutlich.

Vielmehr seien die Kita-Teams auf die aktive Unterstützung und das Verständnis der Eltern angewiesen. Die Betreuungszeiten der Kinder in der Kita sollten zunächst auf das unbedingt notwendige Maß reduziert werden, zum Beispiel durch Abholung der Kinder schon mittags oder tageweisen Verzicht auf Betreuung. "Nur wenn wir verständnisvoll und vertrauensvoll zusammenarbeiten, wird es gelingen, diesen sogenannten eingeschränkten Regelbetrieb für die nächsten Wochen aufrecht zu erhalten", blickt der Amtsleiter voraus.

Kontaktvermeidung, Hygiene und Abstand seien in den nächsten Wochen von größter Bedeutung und verändere sicher den Alltag für Kinder, ihre Betreuer und Eltern. "Das kostet den Erzieherinnen und Erziehern viel Kraft und Mut", so Hähnlein. Ein Personalausfall wegen Corona könne unweigerlich die erneute Beschränkung der Kinderbetreuung für alle Eltern nach sich ziehen, lautet daher seine Bitte zu bestmöglicher Vorsicht und größtmöglicher Umsicht. Seite 13

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Veröffentlicht am:
20. 05. 2020
00:00 Uhr

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20. 05. 2020
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