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Schmalkalden

Vergessenes Essen und störende Vögel

Schmalkalden - Fünf Einsätze an einem Wochenende: Die Kameradinnen und Kameraden der Freiwilligen Feuerwehr Schmalkalden waren am Wochenende erneut gefordert.



Am Samstagabend, gegen 19.27 Uhr, wurden sie alarmiert, um wegen eines Notfalls eine Wohnungstür zu öffnen. Zum Glück mit einem guten Ende. Knapp fünf Stunden später rückten die Kräfte in die Straße "Am Walperloh" aus. Ausländische Studenten hatten ihre Brötchen im Backofen vergessen. Zum Glück sprang der Rauchmelder an, sagte Stadtbrandmeister Michael Pfunfke. Was wieder beweist, dass Rauchmelder Leben retten. Nachdem die Feuerwehrleute die Wohnung ordentlich gelüftet hatte, ging es gegen 1 Uhr morgens zurück ins Gerätehaus.

Am Sonntagvormittag, gegen 10.15 Uhr, schlugen erneut der Piepser an. Einsatzort war diesmal der Hedwigsweg. Vor Ort angekommen stellte sich heraus, dass eine ältere Dame ihre Brötchenwürfel für die Sonntagsklöße auf dem Herd vergessen hatte. Da sie mit Kopfhörern vor dem Fernseher saß, konnte sie das Klingeln der Nachbarn, durch den Brandgeruch aufmerksam geworden, nicht hören. Diese hatten dann wohl aus Angst um die Dame die 112 gewählt.

Während die ältere Frau ihren Schreck noch verdaute, war Pfunfkes Team schon wieder unterwegs. Diesmal in Richtung Wernshausen. In den Papierfabriken hatte gegen 12 Uhr die Brandmeldeanlage angeschlagen. Die Kameraden mussten aber nicht etwa einen Brand löschen, sondern Vögel einfangen. Diese schwirrten in der Halle umher, durchflogen dabei eine laserüberwachte Strecke und lösten so den Alarm aus. Das turbulente Wochenende endete für die Feuerwehr am Sonntagabend mit der Absicherung des Martinsumzuges. Bei den ersten beiden Einsätzen waren nach Angaben von Michael Pfunfke zehn Kameraden mit jeweils zwei Fahrzeugen ausgerückt, im Hedwigsweg waren 22 Mann vor Ort, mit dem Löschzug und fünf Fahrzeugen.

Unter ärztlicher Kontrolle

Zusätzlich zu den Alarmierungen unterzogen sich am Wochenende etwa 40 Feuerwehrleute aus der Stützpunktfeuerwehr und den Ortsteilwehren einer G26-Atemschutzuntersuchung. Dazu war ein Arzt aus Gera gekommen, sagte Stadtbrandmeister Pfunfke. Sinn und Zweck dieser arbeitsmedizinischen Untersuchung ist es festzustellen, ob die Tätigkeit den Arbeitnehmer gefährden. Besonders unter schwerem Atemschutz kommen Kreislaufprobleme bis hin zum Herzstillstand vor. Damit nur gesunde Feuerwehrleute Atemschutz tragen hat die Berufsgenossenschaft (Feuerwehrunfallkasse) die ärztliche Untersuchung bundesweit einheitlich vorgeschrieben. Dazu gehören unter anderem ein Seh-und Hörtest, Blutuntersuchungen, Röntgen der Lunge (alle sechs Jahre), eine Lungenfunktionsprüfung sowie ein Belastungs-EKG, inklusive Ruhe EKG.

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Veröffentlicht am:
10. 11. 2019
12:52 Uhr

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10. 11. 2019
12:52 Uhr



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