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Schmalkalden

Kunststoffscheiben schützen Supermarkt-Kassiererinnen

Plexiglas, Absperrband und weniger Körbe: Mit einem Paket an Maßnahmen reagiert der Marktinhaber Alexander Werner auf die aktuelle Infektionsgefahr. Die meisten Kunden reagieren verständnisvoll.



An den Einkaufswagen könnte der Übeltäter lauern: Die Desinfektion der Griffe ist nur eine von mehreren Maßnahmen, die Edeka-Markt-Inhaber Alexander Werner initiiert hat. Kundin Renate Groß äußert sich sehr lobend darüber.	Foto: fotoart-af.de
An den Einkaufswagen könnte der Übeltäter lauern: Die Desinfektion der Griffe ist nur eine von mehreren Maßnahmen, die Edeka-Markt-Inhaber Alexander Werner initiiert hat. Kundin Renate Groß äußert sich sehr lobend darüber. Foto: fotoart-af.de  

Steinbach-Hallenberg - "Die Schutzmaßnahmen sind beispielhaft in Steinbach-Hallenberg", schrieb uns unser Leser Hans-Jörg Sieler aus Altersbach nach einem Besuch im Edeka-Supermarkt am Donnerstag. Viele Einkaufswagen seien weggeschlossen, um die Zahl der Kunden im Markt zu begrenzen. Und am Eingang stehe ein Spender mit Desinfektionsmittel. Außerdem werde mit Absperrband auf Sicherheitsabstände hingewiesen und die Kassiererinnen seien durch Plexiglasscheiben vor Tröpfcheninfektion geschützt.

Maßnahmen, die Marktleiter Alexander Werner eingeleitet hat. Der Inhaber ist mit Arbeitskollegen bis nach München und Karlsruhe vernetzt. Gemeinsam habe man sich in den vergangenen Tagen Gedanken über Schutzvorkehrungen angesichts der Corona-Bedrohung gemacht. Herausgekommen sind eine ganze Reihe an Maßnahmen. Eine der auffälligsten: Kassiererinnen mit Handschuhen, die hinter Plexiglasscheiben sitzen. "Wir haben uns an frühere Zeiten erinnert, als die Kassenplätze solche Scheiben als Diebstahlschutz an der Rückwand hatten", sagt der Kaufmann. Dann war nur noch Material und Improvisationsgeschick nötig. Material fand Werner bei einem befreundeten Unternehmer im Eichsfeld. "Der hatte noch sechs Scheiben stehen." Und die schützen nun Werners Angestellte, deren Gesundheit er genauso im Blick habe, wie die derzeitige Belastungssituation.

Um einen Ausgleich zu schaffen, schließe der Markt jetzt an Wochentagen bereits um 19 Uhr und damit eine Stunde früher, als gewöhnlich. "Die Offerte, sonntags zu öffnen, hätten wir ohnehin nicht mitgemacht", versichert Werner. Außerdem gebe es zur Zeit nur einen Eingang und die Körbe seien so abgezählt, dass rechnerisch fünf Kunden auf 100 Quadratmeter kommen. Das sei eine Empfehlung des Edeka-Dachverbandes. Falls sich herausstellt, dass das nicht reicht, reduziere er die Anzahl der Körbe noch weiter. Zusätzlich wurde festgelegt, dass pro Korb ein Kunde hineingelassen werde. Ohne Korb kein Einlass. Werner ist sich sicher, dass die meisten der Bestimmungen in nächster Zeit ohnehin zur Pflicht werden. Mit der Initiative sei man schon jetzt auf der sicheren Seite. "95 Prozent der Kunden sind einsichtig und verstehen die Maßnahmen", sagt Werner. Mit dem Rest könne er umgehen, einen Wachschutz jedenfalls brauche man in Steinbach-Hallenberg derzeit nicht. Das stelle sich in anderen Regionen und Städten durchaus anders dar. Dort müssen Wachleute für Ordnung an der Tür sorgen. Alexander Werner hat den Einlass am Donnerstagmorgen für einige Stunden persönlich übernommen. Seine Erkenntnis: Die weitaus meisten seien vernünftig. Darüber hinaus sei der große Ansturm vorerst wohl bewältigt. Die Keller müssten eigentlich voll sein, die Versorgung sei gesichert, versicherte Werner.

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Sascha Willms
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Veröffentlicht am:
20. 03. 2020
12:06 Uhr

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Sascha Willms

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Veröffentlicht am:
20. 03. 2020
12:06 Uhr



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