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Schmalkalden

Blaue Köder hinterm Gartenzaun

Blaue Köder, wahrscheinlich mit Rattengift versetzt, lagen in einem Garten in Heßles. Hündin Aska fraß sie, konnte aber gerettet werden. Ihre Besitzerin hat Anzeige erstattet.



Mischlingshündin Aska geht es mittlerweile wieder gut. Am Samstag hatte sie gegen 14 Uhr im Garten zwei blaue Köder gefressen. Nach der Behandlung beim Tierarzt war sie "bis tief in die Nacht völlig fertig". Foto: Claudia Reinhardt
Mischlingshündin Aska geht es mittlerweile wieder gut. Am Samstag hatte sie gegen 14 Uhr im Garten zwei blaue Köder gefressen. Nach der Behandlung beim Tierarzt war sie "bis tief in die Nacht völlig fertig". Foto: Claudia Reinhardt  

Heßles - Die Köder müssen gut gerochen haben. Als Hündin Aska am Wochenende in Heßles in den Garten gelassen wurde, brauchte sie nur Sekunden, um die zwei Brocken in der Nähe des Zaunes zu finden. Sie verschlang sie umgehend. Und hätte es der Sohn der Familie nicht beobachtet, hätte Aska die kleine Schlemmerei wahrscheinlich nicht überlebt. Die Brocken erwiesen sich als offensichtlich mit Rattengift versetzte Köder. Hätte Aska sie verdaut, wäre sie wahrscheinlich an inneren Blutungen eingegangen.

So erzählt es die Besitzerin des Akita-Mischlings, Claudia Reinhardt aus dem Fambacher Ortsteil Heßles und spricht von einer "sehr bösen Sache". Sie wohnt an der Straße der Freundschaft, eine Gegend, in der mehrere Hunde zu Hause sind. Ein Teil des Gartens sei für ihre beiden Hunde abgetrennt, die Fläche reichte - bis zu dem Zwischenfall am Samstag - an den Gartenzaun heran. Über den Zaun muss jemand die präparierten Köder geworfen haben. Zwei Köder für zwei Hunde. Sie wisse nicht, wer so etwas macht, sagt Claudia Reinhardt am Telefon. "Vermutlich ein Hundehasser." Zuvor hatte sie ihrem Ärger über ein soziales Netzwerk Luft gemacht und angekündigt, sie werde Anzeige erstatten.

Das hat die Heßleserin am Montag beim Kontaktbereichsbeamten in Breitungen auch gemacht. Sie wolle auf das Thema aufmerksam machen. Leute, die so etwas machen, sollen ins Grübeln kommen, meint sie.

Für Familie Reinhardt sorgte der Giftköder zunächst für aufregende Stunden. Der Sohn hatte lediglich gesehen, dass Aska etwas Blaues gefressen hatte. Sie informierten sich zunächst übers Internet und stießen auf den Hinweis, es könnte sich um einen Köder mit Rattengift handeln. Sie seien so schnell wie möglich mit Aska zum Tierarzt nach Schmalkalden gefahren, erzählt Claudia Reinhardt weiter. Der sorgte dafür, dass der Hund die Köder erbrach. Eine Spritze sollte außerdem die stark blutverdünnende Wirkung des Giftes mildern. Aska war "bis tief in die Nacht völlig fertig". Jetzt gehe es der Hündin wieder gut.

Die Suche nach Leuten, die solche Köder auslegen, "gestaltet sich schwierig", sagt Jana Schafferhans von der Polizeiinspektion Schmalkalden-Meiningen. Sie erinnert sich an Fälle, in denen Hundeködern Schrauben oder Klingen beigemischt waren - jedoch spontan an keinen, in dem ein Köder-Leger in der Region gefasst worden wäre. Man könne Hundehalter zunächst nur warnen, genau aufzupassen, was ihre Tiere zu sich nehmen.

Autor

Ulricke Bischoff
Kontakt zum Autor

Veröffentlicht am:
08. 01. 2020
15:58 Uhr

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Autor

Ulricke Bischoff

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Veröffentlicht am:
08. 01. 2020
15:58 Uhr



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