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Meiningen

Schornstein-Brand macht Haus zunächst unbewohnbar

Nachdem die Löschversuche eines 32-Hauseigentümers in Helmershausen nicht fruchteten, rief er am Dienstagvormittag die Feuerwehr. Diese löschte einen Schornsteinbrand.



Acht Atemschutzgeräteträger machten sich im Wechsel daran, den Brandherd in dem Helmershäuser Fachwerkhaus zu finden und abzulöschen. Im Einsatz waren alle Rhönblick-Wehren außer Gerthausen sowie die Meininger Feuerwehr. Fotos: David Nolte
Acht Atemschutzgeräteträger machten sich im Wechsel daran, den Brandherd in dem Helmershäuser Fachwerkhaus zu finden und abzulöschen. Im Einsatz waren alle Rhönblick-Wehren außer Gerthausen sowie die Meininger Feuerwehr. Fotos: David Nolte   » zu den Bildern

Helmershausen - Der Besitzer eines Fachwerkhauses im Baderstor hatte bemerkt, dass aus dem Fußboden im ersten Stock Qualm drang - und nachdem er einen Teppich weggezogen hatte, auch Flammen. Wasser, das er darauf schüttete, half nicht, sondern der Qualm breitete sich immer stärker aus. Schnell begriff er: Da muss die Feuerwehr her. Kurz nach 9.30 Uhr wurden sämtliche Rhönblick-Feuerwehren und die Meininger Wache alarmiert.

Der 32-jährige Bewohner des Anwesens hatte sich selbst unverletzt ins Freie retten können. Was er noch aus dem Haus holte: eine Marien-Statue, die ihm seine Großmutter geschenkt hatte. Er ist überzeugt, die heilige Maria habe ihn beschützt, sonst "hätte alles noch viel schlimmer werden können". Seine Hoffnung, dass das Haus nach dem Brand noch weiter nutzbar ist, zerschlug sich jedoch später: Die Polizei sprach am Nachmittag von einem Schaden von 10 000 Euro und einem unbewohnbaren Haus. Da die Eltern - der Vater selbst Mitglied der Feuerwehr - des Helmershäusers in unmittelbarer Nähe wohnen, musste sich die Rhönblickgemeinde jedoch nicht um eine alternative Unterkunft für ihn kümmern, hieß es aus dem Ort. Der Mann lebte seit sieben Jahren in dem Fachwerkhaus.

Die angerückten Feuerwehrleute hatten zunächst den Brandherd finden müssen und öffneten dazu die Decken von der oberen und der unteren Etage her. Es zeigte sich ein Defekt im Schornstein, wie Einsatzleiter Tobias Marschall berichtete. "Man hat das nicht selten in alten Gebäuden, dass der Schornstein brüchig und beeinträchtigt ist", so der Feuerwehrmann. Neben dem Schornstein brannte auch ein Balken, der wiederum dafür sorgte, dass die angrenzenden Räume vom Qualm in Mitleidenschaft gezogen wurden.

Gegen 11 Uhr war das Feuer aus, doch bis 12 Uhr war die Feuerwehr noch vor Ort und auch um 13 und 16 Uhr wurde das Gebäude mit einer Wärmebildkamera noch einmal kontrolliert, um ein Wiederaufflammen auszuschließen. Vor Ort war auch der zuständige Schornsteinfeger. Die Kriminalpolizei ermittelt nun zur Brandursache. Im Einsatz waren 24 Feuerwehrleute, darunter vier aus Meiningen. Die Rhönblick-Wehren aus Helmershausen, Bettenhausen, Stedtlingen, Hermannsfeld, Seeba und Wohlmuthausen waren alarmiert worden - wie üblich bei Wohnhausbränden tagsüber, erklärt Tobias Marschall. So hofft man, stets genügend Einsatzkräfte zusammenzubekommen zu einem Zeitpunkt, an dem die meisten an der Arbeit sind. In Helmershausen hat sich diese Strategie wieder als richtig erwiesen, sagt der Ortsbrandmeister. Acht Atemschutzgeräteträger hätten am Dienstag zur Verfügung gestanden, die jeweils im Wechsel ins Haus gehen konnten.

Der Hausbewohner ist den Helfern sehr dankbar, die Schlimmeres verhinderten. Er hätte nicht gedacht, sagte er, dass er so viel Hilfe bekommt. dnol/fr

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Veröffentlicht am:
08. 10. 2019
16:06 Uhr

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08. 10. 2019
16:06 Uhr



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