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Fördergeld für die Ausbildung im Bau

Das vom Bildungswerk Bau Hessen-Thüringen (BiW) betriebene Ausbildungs- und Fortbildungszentrum Walldorf (AFZ) bekam Fördermittel vom Land. Minister Wolfgang Tiefensee überreichte den Geldsegen von gut 573 000 Euro.



Zwei Projekte, zwei Schecks: In erster Reihe nahmen die BiW-Geschäftsführer die Schecks von Minister Wolfgang Tiefensee (Zweiter von rechts) entgegen: Ralf Hanemann (links) und Bettina Haase (Mitte). AFZ-Leiterin Britta Rabe (Zweite von links) und Landrätin Peggy Greiser (rechts) freuten sich mit.   Foto: privat

Walldorf - "Überbetriebliche Ausbildungsstätten wie das AFZ Walldorf stellen eine wichtige Ergänzung der beruflichen Aus- und Weiterbildung im Land dar", sagte Tiefensee. "Um so wichtiger ist es, dass diese Einrichtungen immer auf dem neuesten Stand der Technik bleiben und hier auch die Herausforderungen der Digitalisierung einbeziehen", so der Wirtschafts- und Wissenschaftsminister. Mit dieser Meinung stand Wolfgang Tiefensee nicht allein. Zahlreiche Mitarbeiter aus dem Werk in Erfurt und dem Standort in Walldorf waren zur Scheckübergabe gekommen, auch Landrätin Peggy Greiser. Und fürs Foto postierten sich Auszubildende des ersten Lehrjahres mit einem Lächeln. "152 junge Leute haben dieses Jahr bei uns angefangen", sagte Leiterin Britta Rabe, "noch nie waren es so viele und es sind auch wieder einige Frauen darunter."

Nicht nur kalt und grob

Dass Bau nicht nur kalt und grob sei, das könnten die Auszubildenden hier im Walldorfer Werk erfahren, sagte der Minister und betonte: "Man kann sehr viel machen."

Einen Scheck in Höhe von 284 884 Euro und einen weiteren Scheck mit genau 288 218 Euro überreichte er an die Geschäftsführer Ralf Hanemann und Bettina Haase.

Mit dem geförderten Projekt soll die bisher lediglich als Kalthalle genutzte Halle 4 des AFZ in Walldorf energetisch saniert werden, so dass dort künftig die Ausbildungsbereiche Metallbau und Simulatorkabinett untergebracht und ganzjährig beschult werden können. Dazu werden Dach und Fassade gedämmt, die Beheizung auf Gas umgestellt und Fußboden und Decke ausgebaut. Zudem wird in den Hallen 1 und 4 die bisherige Beleuchtung durch LED-Lampen ersetzt. Bei den Ausstattungen wird insbesondere die Maschinentechnik für die Ausbildung von Baugeräteführern, Straßenwärtern und Mechatronikern erweitert. So sollen unter anderem ein Radlader, zwei Minibagger, ein Lkw-Anhänger, mobile Werkzeugschränke, eine mobile Hebebühne, zwei Simulatoren für die Fahrschulausbildung sowie ein Aufnahmebock für die Motoren angeschafft und das Diagnosegerät für den Motorprüfstand erweitert werden

Seit 1991 in Walldorf

"Wer kommt nicht aus Thüringen?", fragte Minister Tiefensee in die Runde der Auszubildenden, nachdem ihm ein Vietnamese und ein Gambianer vorgestellt worden waren. Ein junger Mann aus Bayern meldete sich. Das Problem der ausländischen Auszubildenden, die Prüfungen in deutscher Sprache zu schreiben, sprach Rabe an. "Mit Dolmetscher schneiden sie immer bedeutend besser ab", sagte sie und erklärte, dass die harten Regelungen der Handwerksammer in Prüfungssituationen durchaus hinderlich sein könnten. Legastheniker bekämen mehr Zeit, Ausländer nicht.

"Tolle Arbeiter, die einen tollen Job machen, weiter so", lobte der Ausbilder aber alle und meinte: "Wenn die Hallen fertig sind, dann macht es hier noch ein bisschen mehr Spaß."

Die Ausbildung in dem seit 1991 betriebenen AFZ Walldorf erfolgt vorrangig in den Berufsfeldern Hoch-, Tief- sowie Ausbau und Baumaschinentechnik. Hinzukommt die Fahrschulausbildung für Baumaschinen (Bagger, Kräne und andere). Im letzten Ausbildungsjahr (2018/2019) nahmen insgesamt 1 181 Personen die Angebote des BiW im AFZ Walldorf wahr. Davon werden derzeit 431 Jugendliche in der Erstausbildung unterrichtet.

Die vorhandenen Fachkabinette und Unterrichtsräume bieten eine Kapazität von bis zu 168 Praxisplätzen. In den Bereichen Baumaschinentechnik und Fahrschulausbildung kommen die Azubis aus ganz Deutschland.

Zwischen 2015 und heute hat das Thüringer Wirtschaftsministerium - einschließlich des AFZ Walldorf - insgesamt 30 überbetriebliche Berufsbildungsstätten mit insgesamt 5,6 Millionen Euro und einer Investitionssumme von 8,3 Millionen Euro gefördert.

 

 

Autor

Sigrid Nordmeyer
Kontakt zum Autor

Veröffentlicht am:
14. 11. 2019
10:27 Uhr

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Autor

Sigrid Nordmeyer

Kontakt zum Autor

Veröffentlicht am:
14. 11. 2019
10:27 Uhr



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