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Ilmenau

Wünsche gehen in Erfüllung

Bei einer Spendentour überbrachten Landrätin Petra Enders und der Sparkassenvorsitzende Marco Jacob Geschenke an Ilmenauer Einrichtungen. Die Spendenübergabe ist eine jahrelange Tradition.



In der Tagesgruppe des VSS in Oberpörlitz lagen neun der 63 Pakete der Wunschbaumaktion der Sparkasse und des Jugendamtes des Ilm-Kreises unterm Tannenbaum. Die Kinder bedankten sich mit ihren Betreuern Andrea Lambrich, Christian Lohrengel und dem Freiwilligen Tushar aus Indien mit zwei Liedern ganz herzlich. Foto: V. Pöhl
In der Tagesgruppe des VSS in Oberpörlitz lagen neun der 63 Pakete der Wunschbaumaktion der Sparkasse und des Jugendamtes des Ilm-Kreises unterm Tannenbaum. Die Kinder bedankten sich mit ihren Betreuern Andrea Lambrich, Christian Lohrengel und dem Freiwilligen Tushar aus Indien mit zwei Liedern ganz herzlich. Foto: V. Pöhl   » zu den Bildern

Ilmenau - Die gemeinsame vorweihnachtliche Spendentour der Landrätin Petra Enders (Linke) und des Ilmenauer Sparkassenvorsitzenden Marco Jacob hat bereits seit 2012 Tradition. So begaben sich Enders, die auch Verwaltungsratsvorsitzende der Sparkasse ist und Jacob auch in diesem Jahr wieder auf den Weg zu Einrichtungen, um diese mit Geschenken zu beglücken. Die Sparkasse lässt sich das jedes Jahr rund 10 000 Euro kosten. Das Geld stammt aus dem rund 400 000 Euro umfassenden Fonds für Sponsoring, Ehrenamtsförderung und PS-Sparen.

Erster Anlaufpunkt am Vormittag war die Ilmenauer Tafel, die am Homburger Platz gelegen ist. Seit Mitte April hat hier Marco Heilwagen als neuer Leiter den Hut auf, hinter ihm steht ein 24 Personen starkes Team, das aus ehrenamtlichen Helfern, vier Bundesfreiwilligendienst-Leistenden (Bufdis) und festen Mitarbeitern besteht.

Die Tafel versorgt etwa 700 bis 800 Bedürftige, darunter circa 300 Kinder. Doch nicht nur die Jüngsten der Gesellschaft müssen das Angebot in Anspruch nehmen, auch immer mehr Senioren suchen die Tafel auf, da sie mit ihre Rente ansonsten nicht über die Runden kommen würden. "Viele Senioren haben einen Nebenjob, um überleben zu können", so die Landrätin, die sich über die Zahlen betroffen zeigte. Ebenso erklärte Enders, dass das Beantragen von finanzieller Hilfe mit einem gewissen Schamgefühl verbunden sei, weshalb viele Senioren so lange wie möglich ohne Hilfsleistungen auskommen wollten. Wartelisten gibt es bei der Ilmenauer Tafel aber nicht, erklärte Marco Heilwagen. Es gilt: "Wer kommt, wird aufgenommen." Zweimal pro Woche können Bedürftige mit ihrem Tafelpass Lebensmittel abholen, jedoch dürfen sie nicht an zwei aufeinanderfolgenden Tagen zur Ausgabestelle kommen.

Da die Tafeln wie Lebensmittelbetriebe betrachtet werden, sind auch hier die strengen Vorschriften einzuhalten, die für große Unternehmen gelten. Dementsprechend müssen auch die Mitarbeiter geschult und belehrt werden.

Die über den Arnstädter Marienstift getragene Tafel kümmert sich aber nicht nur um Bedürftige der Stadt Ilmenau, ebenso werden immer mittwochs im Frauenzentrum Großbreitenbach Lebensmittel gegen entsprechende Vorlage des Tafelausweises ausgegeben. Die letzten Lebensmittel des Jahres können am Freitag, 20. Dezember, abgeholt werden, 2020 öffnet die Ilmenauer Tafel dann wieder am 2. Januar.

Neues Objekt gesucht

Für das kommende Jahr hat Leiter Marco Heilwagen einige Vorhaben, so sucht er aktuell ein neues Objekt, in das die Tafel einziehen kann. Offen ist jedoch die Frage, ob nur die Essensausgabe oder auch die mit der Tafel zusammenhängende Kleiderkammer umziehen wird. Fest steht jedoch: Auch der neue Standort muss in Ilmenau, nicht aber unbedingt im Zentrum liegen, immerhin würden auch jetzt viele Bedürftige mit dem Bus "anreisen", da sie in weiter entfernten Wohngebieten - beispielsweise Am Stollen - leben.

Um sich für die Arbeit der Mitarbeiter zu bedanken und auch die künftige Arbeit zu unterstützen, überreichten Petra Enders und Marco Jacob schließlich einen symbolischen Spendenscheck mit einem Betrag von 2000 Euro.

"Sprachrohr" der Tiere

Von bedürftigen Zweibeinern ging es weiter zu auf Hilfe angewiesenen Vierbeinern. Im Ilmenauer Tierheim empfing Regina Urbatschek, die das Heim jahrelang leitete und laut Enders als "Sprachrohr" der Tiere des Landkreises fungiert, ihre Gäste. Aktuell warten hier zehn Hunde und 20 Katzen darauf, ein neues Zuhause zu finden. Das Tierheim bietet jedoch nicht nur sonst heimatlosen Tieren ein Zuhause, ebenso unterstützt es mit Futter und Beteiligungen an Tierarztrechnungen jene Tierhalter, die sich den Unterhalt des Vierbeiners ansonsten nicht leisten könnten und den vierbeinigen Freund abgeben müssten. Über die Spende von 750 Euro freute sich das komplette Tierheimteam.

Tierisch weiter ging es auf dem Reiterhof in Oberpörlitz. Dieser wurde 2016 stark vom Hochwasser getroffen, der Reitplatz hat sich bis heute nicht davon erholt und muss umfassend saniert werden. Auch wenn der Reiterhof nicht zwangsläufig auf den Platz angewiesen ist, so ist er für den Reitsportverein hingegen existenziell. Die Inhaberin des Reiterhofes, Heike Hörnlein, bedankte sich gemeinsam mit Peggy Hörnlein ganz herzlich für den Scheck. Ebenso bot Marco Jacob an, dass der Reiterhof an der geplanten Spendenplattform im kommenden Jahr teilnehmen kann. Hierfür soll es auch eine Startfinanzierung geben.

Strahlende Kinderaugen

Während draußen Temperaturen jenseits der 10-Grad-Grenze herrschten, sangen die Kinder der Tagesgruppe des Vereins für erlebnisorientierte integrative Sozialarbeit (VSS) in Oberpörlitz das Lied "Leise rieselt der Schnee". Hier hatten Petra Enders und Marco Jacob neun von 63 Paketen der Wunschbaumaktion in Zusammenarbeit mit dem Jugendamt an Kinder zu übergeben. "Nichts Schöneres als das", sagte Jacob und hielt den Weihnachtsmannsack auf. Wie in den Jahren zuvor konnten Kinder ihre Wünsche an die Bäume der Sparkasse hängen. Kunden und Mitarbeiter erfüllten diese natürlich. Mit glänzenden Augen packten die Kinder ihre Pakete aus. Vor allem "Nützliches" stand auf dem Wunschzettel, bemerkte Ute Oberhoffner, die VSS-Vereinsvorsitzende.

Autor

Volker Pöhl, Jessie Morgenroth
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Veröffentlicht am:
18. 12. 2019
18:20 Uhr

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Autor

Volker Pöhl, Jessie Morgenroth

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Veröffentlicht am:
18. 12. 2019
18:20 Uhr



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