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Neustadt bekommt Soforthilfe zur Schneeräumung

Ein spontanes Signal der Hilfe sandte Dienstag der Finanzausschuss des Kreistages nach Neustadt. Die Gemeinde wird finanzielle Unterstützung für den Abtransport der Schneemassen bekommen.



Aufgetürmter Schnee und keine Mittel, um die weiße "Last" abzutransportieren, ließen der Gemeinde laut Bürgermeister Dirk Macheleidt keine Wahl, als die Nebenstraßen zu Einbahnstraßen umzufunktionieren. Foto: Scherer
Aufgetürmter Schnee und keine Mittel, um die weiße "Last" abzutransportieren, ließen der Gemeinde laut Bürgermeister Dirk Macheleidt keine Wahl, als die Nebenstraßen zu Einbahnstraßen umzufunktionieren. Foto: Scherer  

Arnstadt/Neustadt am Rennsteig - Ein spontanes Signal der Hilfe hat der Finanzausschuss des Kreistages nach Neustadt gesandt. Die Gemeinde wird finanzielle Unterstützung für den Abtransport der Schneemassen bekommen. Der spontan von Landrätin Petra Enders (Linke) am Dienstagabend eingebrachte Antrag fand eine 4:1 Zustimmung. Schon in der Vergangenheit sei bei extremen Schneelagen den Kommunen geholfen worden, sagte Enders. Zuvor hatte Fred Klemm (FWG) gefragt, ob der Kreis nicht unterstützen könne. Der aktuelle Zustand in Neustadt sei nicht mit einem normalen Winter vergleichbar. "Das hat schon fast Katastrophenstatus", so Klemm. Da sei Hilfe dringend nötig.

Eleonore Mühlbauer (SPD) kritisierte hingegen, dass nun schon seit Jahren über eine Lösung diskutiert werde und es nicht wirklich überraschend sei, "dass im Dezember Schnee kommt". Der Vorschlag, in einem Zweckverband mit Großbreitenbach und Altenfeld entsprechende Räumtechnik anzuschaffen, sei bisher nicht umgesetzt worden. Auch habe der Bürgermeister noch immer nicht die Möglichkeit genutzt, Bedarfszuweisungen zu beantragen. Die Soforthilfe des Kreises begrüßte sie und sagte zu, das Gespräch mit dem Innenministerium zu suchen, ob es Hilfe vom Land geben könne. Enders rechnet mit 3000 bis 5000 Euro Kosten. Dies sei auch für den Tourismus wichtig, sagte sie. "Was nützt der Schnee, wenn keiner mehr hinkommt?" Die Gemeinde müsse ein Konzept entwickeln, wie die Verkehrssicherheit gewährt wird, wenn es weiter schneie. So könne sie sich vorstellen, dass man Gehwege nur noch einseitig oder notfalls auch gar nicht mehr beräume. Genehmigt hat der Kreis das Aufstellen von Schildern, welche die Geschwindigkeit auf 30 Stundenkilometer senken.

Sollten weitere Orte unter extremen Schneemassen leiden, sollen auch sie finanzielle Hilfe vom Kreis bekommen, versprach Enders. "Stützerbach und Schmiedefeld, vielleicht auch Großbreitenbach, wenn es weiter schneit", seien betroffen.

In Neustadt am Rennsteig konnten seit Tagen die beiden Landstraßen nicht geräumt werden. Die Arbeiten beginnen am Donnerstag. Straßen, die der Kommune gehören, werden nicht geräumt. Vor einer Woche hatte Bürgermeister Dirk Macheleidt mit der Nachricht aufhorchen lassen, dass bis Jahresende nur noch 270 Euro für den Winterdienst zur Verfügung stünden. Er macht die Neuordnung des kommunalen Finanzausgleichs dafür verantwortlich, dass der Gemeinde jährlich rund 120.000 Euro fehlen. br/red

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Veröffentlicht am:
20. 12. 2017
15:56 Uhr

Aktualisiert am:
20. 12. 2017
16:32 Uhr

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20. 12. 2017
15:56 Uhr

Aktualisiert am:
20. 12. 2017
16:32 Uhr



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