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Ilmenau

Junge Politiker: "Fahrtkostenübernahme ist richtig"

Arnstadt - Die Einführung des kostenlosen Schülertickets für Abiturienten durch den Kreistag (Freies Wort berichtete mehrmals) sorgt weiterhin für Diskussionsstoff.



Arnstadt - Die Einführung des kostenlosen Schülertickets für Abiturienten durch den Kreistag (Freies Wort berichtete mehrmals) sorgt weiterhin für Diskussionsstoff. Nun reagierten Christoph Macholdt (Linksjugend Ilm-Kreis) und Maximilian Reichel-Schindler (Jusos Ilm-Kreis) auf die Kritik des FDP-Kreisverbandsvorsitzenden Martin Mölders an dieser Entscheidung.

"Diese Aussagen machen mal wieder deutlich, dass die FDP nicht für die direkte Entlastung der Familien steht. Gerade jetzt ist dieser Beschluss ein wichtiges Zeichen, dass Familien entlastet werden müssen und werden. Für untere und mittlere Einkommen sind Fahrtkosten in Höhe von schon mehr als 50 Euro pro Kind ein monatlicher Belastungsfaktor", so Maximilian Reichel-Schindler. Als Vorsitzender der Thüringer Landesschülervertretung habe er bereits seit 2014 dafür gekämpft, dass auch die Oberstufe von der Übernahme eines Fahrtkostenanteils befreit werde. "Ein so wirtschaftlich starker Landkreis kann diese Übernahme stemmen und der Ilm-Kreis ist somit wieder ein Vorbild für andere Thüringer Landkreise."

"Die Empörung Mölders über die Ablehnung eines Änderungsantrages der CDU/FDP-Fraktion im Kreistag, wonach die Familien der Jugendlichen der gymnasialen Oberstufe einen Eigenanteil der Fahrtkosten von 20 Euro selbst zu stemmen hätten, zeugt gleichzeitig von Heuchelei und beispielloser elitärer Arroganz. Heuchelei, denn Mölders schrieb sich selbst im Landtagswahlkampf 2019 auf die Fahne, ‚die Bürger von viel zu viel Staat zu entlasten‘. Hierfür hoben er und seine Partei besonders das angebliche Ziel eines massiven Bürokratieabbaus hervor. Der genannte Vorschlag hingegen würde noch einmal mehr bürokratischen Aufwand bedeuten, also das genaue Gegenteil der vorgeblichen liberaldemokratischen Stoßrichtung", schreibt Macholdt. Er ergänzt: "Gerade bei kinder- und jugendpolitischen Themen zeigt sich bei vielen Politikerinnen und Politikern aller Entscheidungsebenen oftmals das Fehlen substanzieller Kenntnisse über die Lebensrealität der jüngsten Generation. Dies wird oftmals durch Besserwisserei und Bevormundung kaschiert. Auch Mölders bildet hierbei keine Ausnahme."

Die Empörung über die Übernahme der Fahrtkosten zeuge "von der Unfähigkeit der Vorstellung der Lebensrealitäten prekär Beschäftigter und ihrer Familien, besonders ihrer Kinder." Gerade für die Berufsgruppen, welche aktuell als Helden der Corona-Krise beklatscht würden, bedeute die Übernahme des Betrages durch den Ilm-Kreis eine beträchtliche Entlastung. "Gerade für Familien, die jeden Cent zweimal umdrehen müssen, konnte die weiterführende Bildung der Kinder durch Mehrkosten wie dem nun abgeschafften Eigenanteil schnell zu erheblichen finanziellen Einschränkungen führen. Wir sprechen immerhin von bislang 400 Euro pro Jahr und Kind", so Christoph Macholdt weiter. br

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Veröffentlicht am:
01. 06. 2020
19:36 Uhr

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01. 06. 2020
19:36 Uhr



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