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Ilmenau

Amateurfunker stehen in den WM- Startlöchern

Ilmenau ist in vieler Hinsicht weltmeisterlich. Das können auch die hiesigen Funkamateure von sich behaupten. Der letzte Titel liegt aber schon einige Jahre zurück.



Ilmenau - Es ist jedes Jahr der große Höhepunkt für die Ilmenauer Funkamateure. Die Kurzwellen-Weltmeisterschaft der International Amateur Radio Union (IARU) steht bevor. Dieses Wochenende möchte der Ortsverband "X34 - TU Ilmenau" des Deutschen Amateur Radio Clubs (DARC) an der 34. WM-Auflage als "Team Deutschland" wieder um den Titel mitfunken.

In diesem Funkwettkampf treten die Ilmenauer als Kopf der deutschen Nationalmannschaft an. Die deutsche Mannschaft umfasst dabei zwölf Funkstationen an acht Standorten. Einer davon ist Ilmenau - hier stehen vier der zwölf Stationen. "Für Deutschland werden mehr als 100 Funkamateure aktiv sein und unser Rufzeichen ‚DAØHQ‘ sowie unsere Verbands-Kennung ‚DARC‘ in Sprechfunk und Telegrafie in alle Regionen der Welt senden", erklärt Ortsverbandsvorsitzender Björn Bieske.

Je nachdem, wie weit die Funker ihr Signal senden können, gibt es unterschiedliche Punkte. Einen Punkt für deutsche Stationen, bis zu drei Punkte für europäische Stationen und fünf Punkte für Funkverbindungen mit Stationen von anderen Kontinenten. Außerdem müssen möglichst viele Gebiete der Erde erreicht werden, da deren Anzahl als Multiplikator für das Endergebnis dient.

Das letzte Mal haben es die Ilmenauer 2013 an die Spitze geschafft. Damals erfunkten sie sich ihren 13. Weltmeistertitel. In den Jahren 2018 und 2017 erreichten sie jeweils den Vizeweltmeistertitel.

In den 24 Stunden des WM-Wettbewerbs können auf den Kurzwellenbändern über 20.000 Funkverbindungen mit aller Welt hergestellt werden - davon fast die Hälfte mit deutschen Stationen. "Unsere Öffentlichkeitsarbeit hat erreicht, dass alljährlich über 3000 verschiedene Stationen aus Deutschland mit uns funken. Kaum ein anderes Funkereignis kann das bieten", freut sich Bieske und gibt eine Kampfansage heraus: "Unsere Mannschaft hat sich für 2019 das Ziel gesetzt, den Weltmeistertitel wieder nach Deutschland zu holen."

Dazu haben sich die Ilmenauer gut vorbereitet. Im Mai wurde traditionell ein Treffen mit den Mitgliedern des Teams abgehalten. Die Ergebnisse der Konkurrenz wurden analysiert und diskutiert, um die Strategie und Taktik im Wettkampfgeschehen festzulegen. "Dazu ist es notwendig, die Funktechnik, Antennen, Empfangstechnik und Computernetzwerke zu optimieren. Insbesondere zusätzliche Empfangsantennen sollen uns helfen, auch die leisesten Signale aufnehmen zu können. Diese werden in Form von Langdrähten in alle Himmelsrichtungen aufgebaut", erklärt Bieske.

Eine weitere schwer vorauszusagende Größe sei das Funkwetter. "Das hängt im Wesentlichen von der Sonnenaktivität, das heißt von der Intensität der Teilchenstrahlung unserer Sonne, ab", sagt er. "Durch weltweit vernetzte Empfangsstationen kann man zu jeder Zeit prüfen, wo auf der Welt und mit welcher Stärke unsere Sendesignale in Morse-Telegrafie empfangen werden."

Die Faszination für den Amateurfunk hat für Bieske dabei verschiedene Facetten. "Man kann auf Frequenzen auf Langwelle bis hin zu Mikrowellenbändern funken, in Telegrafie, Sprechfunk oder digital mit anderen

Funkamateuren kommunizieren. Bedingung dafür ist, dass man eine Prüfung zum Erwerb einer Amateurfunklizenz bei der Bundesnetzagentur abgelegt hat", erklärt er. Insbesondere in Katastrophenfällen seien es schließlich die Funkamateure, die mit einfachen Mitteln und Improvisation lokale und weltweite Nachrichtenverbindungen wiederherstellen können. jcm

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Jessie Morgenroth
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Veröffentlicht am:
11. 07. 2019
18:06 Uhr

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Jessie Morgenroth

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11. 07. 2019
18:06 Uhr



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