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Regine-Hildebrandt-Preis für Bündnis Kloster Veßra

Das sich gegen rechte Hetze engagierende Bündnis für Demokratie und Weltoffenheit Kloster Veßra aus Themar erhält den Regine-Hildebrandt-Preis 2019 der deutschen Sozialdemokratie. Der Preis wird am 26. November in Berlin überreicht.



Mitglieder des Bündnisses für Demokratie und Weltoffenheit Kloster Veßra sind auch am 1. Mai für eine solidarische Gesellschaft und gegen Nazis und AfD in Erfurt auf die Straße gegangen.   Foto: Bündnis für Demokratie und Weltoffenheit/Facebook » zu den Bildern

Themar/Berlin - Neben den Thüringern erhält auch das Ost-West-Forum - Gut Gödelitz aus Döbeln in Sachsen den Preis, wie die SPD-Pressestelle in Berlin mitteilte. Die Auszeichnung soll am 26. November von Bundesfamilienministerin Franziska Giffey (SPD) und dem Vorsitzenden des Forums Ostdeutschland der Sozialdemokratie, Wolfgang Tiefensee, im Willy-Brandt-Haus überreicht werden.

Mit dem Preis würden das Engagement für Frieden, Freiheit und soziale Gerechtigkeit, ein klares Bekenntnis für Zusammenhalt sowie eine klare Haltung gegen rechte Hetze und Gewalt gewürdigt, hieß es zur Begründung. Die Auszeichnung ist mit 10.000 Euro dotiert.

Thomas Jakob, der Vorsitzende des Demokratie-Bündnisses, sagte dazu: „Wir wissen seit Samstag, dass wir den Preis erhalten werden.“ Man freue sich sehr darüber, bedacht zu werden. Besonders, da es ein Preis sei, um den man sich nicht selbst bewerbe. Insofern scheine die SPD der Arbeit des Bündnisses zu folgen.

Für das Planen von Aktionen, könne man mit einem finanziellen Polster, ruhiger arbeiten, so Jakob. Desweiteren kündigte er an, dass das Bündnis in eine Fortsetzungsfeststellungsklage einsteigen wolle, um juristisch zu klären, ob das Rechtsrock-Konzert in Themar in diesem Sommer eine Versammlung oder eine Veranstaltung sei. Auch für die juristische Vertretung solcher Anliegen sei finanzielle Unterstützung nötig.  

Der Regine-Hildebrandt-Preis der deutschen Sozialdemokratie ist ein seit 2002 jährlich von der SPD vergebener Preis. Der Preis wird am 26. November, dem Todestag von Regine Hildebrandt, in Berlin verliehen.

Der SPD-Parteivorstand ehrt mit dem Regine-Hildebrandt-Preis das Lebenswerk Hildebrandts. Er würdigt Personen oder gesellschaftliche Gruppen, die sich im Sinne Regine Hildebrandts für die innere Einheit Deutschlands in Ost- und Westdeutschland engagieren, gegen Rechtsextremismus und Gewalt wirken und für Frieden, Freiheit und soziale Gerechtigkeit eintreten. Die brandenburgische Sozialministerin Regine Hildebrandt war 2001 an Krebs gestorben.

Die Initiative war im Oktober bereits mit dem Julius-Rumpf-Preis 2019 ausgezeichnet worden. Mit dem Julius-Rumpf-Preis zeichnet die in Wiesbaden ansässige Martin-Niemöller-Stiftung seit dem Jahr 2000 Einzelne oder Gruppen aus, die für Toleranz, gewaltfreie Konfliktlösungen, Mitmenschlichkeit und Versöhnung eintreten. Der Preis erinnert an das Wirken des Wiesbadener Marktkirchenpfarrers Julius Rumpf (1874-1948), der führendes Mitglied der Bekennenden Kirche während der NS-Zeit war. Das Bündnis Kloster Veßra gründete sich 2015, als das starke Anwachsen rechtsextremer Aktivitäten im Südthüringer Raum nicht mehr zu übersehen war. Der demokratische Widerspruch der Vereinigung richtet sich insbesondere gegen die Rechtsrockkonzerte in Themar, die Tausende von Neonazis in die Region brachten. cho/cob

 

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Veröffentlicht am:
17. 11. 2019
12:22 Uhr

Aktualisiert am:
17. 11. 2019
14:42 Uhr

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Veröffentlicht am:
17. 11. 2019
12:22 Uhr

Aktualisiert am:
17. 11. 2019
14:42 Uhr



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