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Hildburghausen

Neue Architektur im Internet und vor Ort entdecken

Der Tag der Architektur findet am Wochenende in Thüringen statt. Im Landkreis Hildburghausen werden zwei Objekte vorgestellt.



Die Werraquell-Hütte in Fehrenbach ist von Architektin Meike Hummel nach dem Vorbild Schweizer Berghütten geplant worden. Foto: frankphoto.de
Die Werraquell-Hütte in Fehrenbach ist von Architektin Meike Hummel nach dem Vorbild Schweizer Berghütten geplant worden. Foto: frankphoto.de  

Hildburghausen - Die Werraquell-Hütte Fehrenbach und das Rathaus Themar werden im Landkreis Hildburghausen im Rahmen des Tags der Architektur am 27. und 28. Juni präsentiert. Architekturfreunde können in ganz Thüringen neue Wohnhäuser, Gewerbe- und Bildungsbauten sowie Gärten und Innenräume kennenlernen. Unter dem Motto "Ressource Architektur" präsentieren die Architekten gemeinsam mit ihren Bauherren 49 zeitgemäße Bauwerke - infolge der Corona-Pandemie umfassend digital sowie vereinzelt vor Ort. Allein in Südwestthüringen, im Ilm-Kreis und in Gotha werden am Wochenende zehn Objekte im Internet und vor Ort präsentiert.

Um auch in diesen Zeiten für aktuelle Architektur zu begeistern und Anregungen für eigene Vorhaben zu geben, wartet das Online-Angebot zum 27. und 28. Juni 2020 mit einigen Neuerungen auf: "Neben vielen Fotos und Plänen wird es zu mehreren Projekten erstmals ergänzend Kurzfilme geben, die die teilnehmenden Architekturbüros zur Verfügung stellen", erläutert der Präsident der Architektenkammer Thüringen, Hans-Gerd Schmidt. "So bietet sich für alle Besucher auch aus der Ferne die Gelegenheit, hinter die Türen ansonsten verschlossener Gebäude zu schauen und sich aus erster Hand über Ideen, Konzepte und qualitative Standards zu informieren."

Gärten und Plätze

Unbenommen der gegenwärtig schwierigen Situation haben sich vereinzelt auch Bauherren gemeinsam mit ihren Planern dazu entschieden, unter Einhaltung der geltenden Schutzmaßnahmen Führungen vor Ort anzubieten.

Die Bandbreite der in diesem Jahr vorgestellten Bauwerke reicht von Wohnquartieren und Einfamilienhäusern über Gesundheits-, Verwaltungs- und Bildungsbauten bis hin zu Gärten, Plätzen, Innenräumen und kleineren Bauvorhaben wie einem Kiosk. Unter den 49 Objekten seien Kultur- und Bildungseinrichtungen sowie Wohnungsbauten, die für viele Besucher als Inspirationsquelle dienen, am häufigsten vertreten, so Hans-Gerd Schmidt.
Echte Führungen gibt es am Wochenende in der Werraquell-Hütte Fehrenbach. Meike Hummel vom gleichnamigen begrüßt die Gäste am Samstag, 27. Juni, und am Sonntag, 28. Juni, jeweils 14 Uhr. Die Hütte ist regulär an beiden Tagen von 11 bis 18 Uhr geöffnet.

"Der Standort, einsam und eng mit der Natur verbunden, die Werraquelle, ein Löwenkopf, als Anfang eines Flusses, welcher bis hoch zur Nordsee führt, war die Grundlage für das besondere Thema dieses Projektes. Es sollte als Gesamtkonzept etwas geschaffen werden, wo Menschen in die Lage versetzt werden, wieder das Schöne zu sehen und das Wundervolle zu genießen", heißt es in der Ankündigung. Der Entwurf des Gebäudes lehne sich in seiner Gestaltung an die Architektur der Schweizer Berghütten an. Das Kellergeschoss und das Erdgeschoss bestehen aus Stahlbetonfertigteilen. Das Dachgeschoss ist in Holzrahmenbauweise errichtet. Das Baumaterial Holz stellt ein Hauptthema dar. Es wurde eine Verbindung zwischen Tradition, Altholz und Moderne geschaffen.

Die Sanierung und Erweiterung des Themarer Rathauses wird dagegen digital präsentiert. "Das dominante Einzeldenkmal im Zentrum der Stadt Themar wurde 1708 erbaut und hat seitdem eine wechselvolle Bau- und Nutzungsgeschichte erlebt", heißt es auf der Internetseite.

Abriss und Neubau

Die vorgeschaltete Nutzungsstudie habe den Abriss der Hofbebauung und die Erweiterung des Hauptgebäudes durch einen Anbau vorgesehen. Umgesetzt wurde dies von der Erfurt & Partner GmbH Architekten- und Ingenieurgruppe. Der Bauherr, die Stadt Themar, ließ das Hauptgebäude äußerlich auf den Zustand von 1912 zurückführen. Im Inneren erfolgte die Entkernung und Neuorganisation der Grundrisse. Bei der Sanierung hatte unter anderem die Erhaltung des historischen Treppenhauses einen hohen Stellenwert. Entstanden ist ein modernes, lichtdurchflutetes und barrierefreies Verwaltungsgebäude, welches sich hofseitig zur Werra hin öffnet.

Die Verwaltung der Verwaltungsgemeinschaft Feldstein sowie Bibliothek und Tourist-Information der Stadt Themar haben in dem Gebäude ihren neuen Platz gefunden.

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www.architekten-thueringen.de

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Veröffentlicht am:
23. 06. 2020
17:02 Uhr

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23. 06. 2020
17:02 Uhr



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