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Hunderte protestieren friedlich gegen Rechtsrock

Kloster Veßra - Auf dem Gelände eines Gasthauses in Kloster Veßra registrierte die Polizei am Samstag 17 Straftaten. Hunderte Bürger und Parlamentarier protestierten friedlich gegen die rechtsgerichtete Veranstaltung.



14.09.2019 - Rechtsrock-Protestaktion - Foto: frankphoto.de

Rechtsrock Protestaktion Kloster Veßra
Rechtsrock Protestaktion Kloster Veßra
Rechtsrock Protestaktion Kloster Veßra
Rechtsrock Protestaktion Kloster Veßra
Rechtsrock Protestaktion Kloster Veßra
Rechtsrock Protestaktion Kloster Veßra
Rechtsrock Protestaktion Kloster Veßra
Rechtsrock Protestaktion Kloster Veßra
Rechtsrock Protestaktion Kloster Veßra
Rechtsrock Protestaktion Kloster Veßra
Rechtsrock Protestaktion Kloster Veßra
Rechtsrock Protestaktion Kloster Veßra

Mit einem Großaufgebot sicherte die Polizei am Samstagnachmittag in Kloster Veßra ein Rechtsrockkonzert und eine friedliche Protestaktion gegen Rechts ab, zu der das Bündnis für Demokratie und Weltoffenheit aufgerufen hatte. An der Protestaktion neben dem Gasthaus eines Neonazis nahmen nach Angaben des Veranstalters von 15 bis 21 Uhr rund 400 Bürger teil. Darunter auch mehrere Parlamentarier der Linksfraktion, SPD-Innenminister Georg Maier und CDU-Landrat Thomas Müller. Die Polizei schätzte die Zahl der Gegendemonstranten in einer Pressemitteilung auf nur 190 Personen ein.

Ihren Angaben zufolge waren zu der rechtsgerichteten Versammlung und dem Rechtsrockkonzert auf dem Gelände des Gasthauses circa 150 Personen aus dem gesamten Bundesgebiet angereist. Vor den beiden Ortsteingängen von Kloster Veßra in Richtung Themar und in Richtung Schleusingen hatte die Polizei Fahrzeug- und Personenkontrollen eingerichtet. „Wir sind in ausreichend großer Personalstärke vor Ort gewesen, sagte eine Polizeisprecherin. Eine konkrete Zahl der eingesetzten Beamten wollte sie nicht nennen.

Vor dem Gasthaus in Kloster Veßra wurden die Besucher des Rechtsrockkonzertes einer weiteren Personenkontrolle unterzogen. Dabei kam es abends gegen 18.22 Uhr zu Auseinandersetzungen zwischen Konzertbesuchern und der Polizei. Ein alkoholisierter Besucher leistete bei seiner Festnahme Widerstand gegen Vollstreckungsbeamte. Ein zweiter Besucher mischte sich dabei ein und muss sich nun wegen versuchter Gefangenenbefreiung verantworten. Gegen beide wurden Platzverweise ausgesprochen.

Darüber hinaus kam es nach Polizeiangaben zu 15 weiteren Straftaten. Die Beamten registrierten zehn Verstöße gegen das Versammlungsgesetz und ahndeten in jeweils einem Fall Drogenbesitz und Beleidigung. In drei Fällen ging die Polizei gegen das Verwenden von Kennzeichen verfassungswidriger Organisationen vor.

An der friedlichen Protestaktion des Bündnisses für Demokratie und Weltoffenheit beteiligten sich neben Bürgern und Vertretern demokratischer Parteien auch Gewerkschaften, Kirchen und andere Initiativen. Drei Bands und Poetry-Künstler boten ein Kulturprogramm. Veranstalter Thomas Jakob vom Bündnis für Demokratie und Weltoffenheit sagte: „Wir müssen aufpassen, dass unsere Demokratie nicht verloren geht.“ Er und Diana Hennig, Sprecherin der Vernetzung Thüringer Bündnisse und Initiativen gegen Rechts freuten sich über die große Zahl der Protestteilnehmer. „Wo wir präsent sind, haben es die Nazis schwer. Die sollen sehen, dass wir mehr sind und dass wir nicht akzeptieren, was sie auf ihren Rechtsrockkonzerten unter dem Deckmantel des Versammlungsrechts treiben“ sagte Hennig. Das Bündnis für Demokratie und Weltoffenheit sowie die Initiativen gegen Rechts wollen juristisch gegen den ihrer Ansicht nach vorhandenen Missbrauch des Versammlungsrechts vorgehen und sammeln Spenden für eine Klage vor Gericht. rdl

 

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Veröffentlicht am:
15. 09. 2019
10:46 Uhr

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Veröffentlicht am:
15. 09. 2019
10:46 Uhr



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