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Bad Salzungen

Ein dicker Schmatzer für Howard Carpendale

Seit 50 Jahren erobert Howard Carpendale die Herzen unzähliger Fans - sogar 500 Meter unter der Erde im Erlebnisbergwerk.



Als Howard Carpendale die Bühne betrat, gab es für die Fans kein Halten mehr. Sie stürmten zur Bühne. Fotos (2): Sibylle Bießmann
Als Howard Carpendale die Bühne betrat, gab es für die Fans kein Halten mehr. Sie stürmten zur Bühne. Fotos (2): Sibylle Bießmann   » zu den Bildern

Merkers - Für Menschen in Ostdeutschland schien ein Konzert mit dem Frauenschwarm Howard Carpendale bis zur Wende unerreichbar. Den 73-Jährigen einmal live zu erleben, hätten sich viele nicht träumen lassen. Nun gab es den Weltstar fast zum Anfassen und das 500 Meter unter der Erde im Erlebnisbergwerk.

Auf den berühmten Künstler mussten die unzähligen Gäste allerdings noch etwas warten. Zuerst einmal stand der Auftritt von Nachwuchssängerin Linda Hesse und Band auf dem Programm. Energiegeladen war die junge Sängerin schon bei ihrem ersten Titel mit dem Publikum auf einer Welle. Die zarte Frau entpuppte sich als wahres Stimmungswunder. "Dass der Berg uns hört, wenn wir jetzt richtig laut machen", rief sie der Menge zu. Auch die Gäste waren gefragt, die lebensnahen und sehr ansprechenden und belebenden Titel im Takt klatschend oder singend zu begleiten.

Überaus begeistert von dem phänomenalen Sound, ließ das Publikum Hesse nicht ohne Zugabe gehen. Sie sang noch ein Weihnachtslied aus ihrem Repertoire.

So erwartete Howard Carpendale ein überaus stimmungsgeladenes Publikum und ein ganz besonderes Ambiente. "Was für eine tolle Stimmung", rief der Weltstar in den Konzertsaal und für die Fans gab es kein Halten mehr. Sie stürmten zur Bühne. Textsicher begleitete das vorwiegend weibliche Publikum die bekannten Songs. Natürlich nicht fehlen durfte der erste Titel "Das schöne Mädchen von Seite 1" in einer zeitgemäßen Fassung, wie der Star verriet. Bei Titeln wie "Ti Amo", Hello again" oder "Es geht um mehr" wurde das Publikum zu einem riesigen Chor. Auch wenn es ihm wichtig sei, die Gäste mit einer positiven Stimmung zu entlassen, sei es von großer Bedeutung, in dieser Welt Haltung in weltpolitischen Themen zu zeigen. So brachte er einen vor Jahren mit Joachim Horn geschriebenen Song "Astronaut" zu Gehör, mit der Bitte, über den Text nachzudenken.

Von der ersten Sekunde an getragen von begeisterten Zuhörern ließ es sich der smarte Sänger nicht nehmen, sich zwischendurch unter das Publikum zu mischen. So gab es die Gelegenheit, dem Künstler hautnah zu begegnen und vielleicht das ein oder andere Autogramm zu erhaschen. So musste sich "Howie", wie er liebevoll genannt wird, auch einen dicken Schmatzer eines weiblichen Fans gefallen lassen. Probleme machte dem Profi allerdings das Standmikro, bei dem er Mühe hatte, es in die richtige Position zu bringen. Auch ein Tausch konnte nicht helfen. Glücklicherweise kannte sich die Backgroundsängerin mit dem Gerät aus.

"Ich singe schon 50 Jahre. Wieso war ich noch nicht hier?" , habe er sich im Gespräch mit Ulf Schmidt, technischer Leiter des Erlebnisbergwerkes, gefragt, als dieser ihm von den vielen Künstlern erzählt habe, die hier unten schon aufgetreten seien.

Nach Hits wie "Tür an Tür", "Wem" und "Alice" konnten sich die Gäste am Schluss noch über einen gemeinsamen Auftritt von Linda Hesse und Howard Carpendale und deren Bands mit dem Titel "Last Christmas" freuen.

Durch den Abend führte Co-Veranstalter Enrico Oswald, der mit seinem Team der Laser Event Company in Eibenstock vor einigen Jahren die Licht- und Lasertechnik im Konzertsaal installiert hatte.

"Wir haben mit dem ganzen Team heute wieder eine riesige logistische Meisterleistung vollbracht. Alle Mühen sind vergessen, wenn ich so viele glückliche Menschen mit leuchtenden Augen das Erlebnisbergwerk verlassen sehe, und nicht zuletzt hatten die beiden Künstler einen riesigen Anteil. Ich bin mit der Musik aufgewachsen und hätte mir als Ossi-Kind nie träumen lassen, den Weltstar Howard Carpendale einmal hautnah erleben zu dürfen", resümierte Silke Behrens vom Eventmanagement des Erlebnisbergwerkes Merkers.

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Sibylle Bießmann

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Veröffentlicht am:
09. 12. 2019
00:00 Uhr

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Sibylle Bießmann

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09. 12. 2019
00:00 Uhr



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