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Das Institut fürs Internet

In Berlin soll der digitale Wandel erforscht, verstanden und undzum Wohle der Gesellschaft genutzt werden. Ein Millionenprojekt.



Fotos: AdobeStock   » zu den Bildern

München, Hannover, Karlsruhe und Bochum hatten noch zur Auswahl gestanden. Den Zuschlag erhielt allerdings die Hauptstadt. Hier, in Berlin, soll das Deutsche Internet-Institut entstehen, wie Bundesforschungsministerin Johanna Wanka diese Woche mitteilte. Der Auftrag des Instituts: die Digitalisierung in ihrer ganzen Komplexität erforschen, unabhängig und interdisziplinär. Das umfasst gleichermaßen ethische, rechtliche, wirtschaftliche und gesellschaftliche Aspekte.

Für diese große Aufgabe stehen in den kommenden fünf Jahren bis zu fünfzig Millionen Euro bereit, noch 2017 soll das bundesweit bislang einmalige Institut seine Arbeit aufnehmen. Gegründet wird es von einem Konsortium aus fünf Hochschulen und zwei außeruniversitären Forschungseinrichtungen, die mit ihrem Konzept im Vergabe-Wettbewerb überzeugt hatten. Dafür zusammengetan haben sich die Freie Universität Berlin, die Humboldt-Universität zu Berlin, die Technische Universität Berlin, die Universität der Künste Berlin, die Universität Potsdam, das Fraunhofer-Institut für Offene Kommunikationssysteme FOKUS Berlin und das Wissenschaftszentrum Berlin für Sozialforschung als Koordinator.

So! geht das also
Jugendweihe, Abiball oder Strandurlaub – in diesen Wochen wird wieder reichlich fotografiert. Wer seine Bilder mit Freunden und Verwandten teilen möchte, steht vor einem Problem: Wie lassen sich die digitalen Daten versenden? Wenige Fotos können noch gut als Anhang an E-Mails oder Chatnachrichten verteilt werden. Für eine üppige Bildauswahl sind Online-Speichersysteme wie Dropbox, Google Drive oder iCloud die bessere Wahl. Die Fotos werden dabei nach einer Anmeldung auf den Server eines Anbieters hochgeladen und dann für weitere Nutzer freigegeben. Daraufhin erhalten diese einen Link oder Zugangsdaten, um die Fotos wieder herunterzuladen – meist ohne eigene Registrierung.
Solche Dienste sind bedienerfreundlich, in aller Regel kostenlos und die Datenmengen-Begrenzung für den Privatgebrauch unproblematisch. Sensibel sollten die Inhalte allerdings nicht sein, wenn sie auf fremden Servern, teils auch im Ausland, abgelegt werden. Für den Einmalversand stehen alternativ Dienste wie WeTransfer, Dropsend oder Zeta Uploader zur Verfügung. Ihr Prinzip ist ähnlich, nur werden die Daten hier nach wenigen Tagen automatisch gelöscht.

Neben der Forschung und der Förderung des wissenschaftlichen Nachwuchses soll es auch Aufgabe des neuen Instituts sein, seine Erkenntnisse für Gesellschaft, Wirtschaft und Politik zugänglich zu machen. Die Institutsgründung war eines der zentralen Ziele der Digitalen Agenda 2014 – 2017 der aktuellen Bundesregierung. Im Herbst 2015 hatte das Bundesforschungsministerium einen öffentlichen Ideenwettbewerb ausgeschrieben, an dem sich Forschungseinrichtungen aus der ganzen Bundesrepublik beteiligen
konnten.

Die Resonanz war groß, fünf Bewerber waren von der internationalen Expertenjury für die Endrunde ausgewählt worden. Mit dem Berliner Konsortium standen noch die Bayerische Akademie der Wissenschaften, die Gottfried Wilhelm Leibniz Universität Hannover, das Karlsruher Institut für Technologie und die Ruhr-Universität Bochum im Wettbewerb.

 
Autor
Susann Winkel

Susann Winkel

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Veröffentlicht am:
26. 05. 2017
14:00 Uhr

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Susann Winkel

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26. 05. 2017
14:00 Uhr



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