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Škoda Fabia: Einfach. Gut.

Mit dem Auto ist es wie mit vielen Dingen: Man kann es immer noch komfortabler machen, noch aufwändiger, noch edler - und vor allem noch teurer. Oder man besinnt sich auf das, was der Personenkraftwagen zuallererst sein sollte: durchdacht, zuverlässig, praktisch - und ordentlich zu fahren. So etwas wie der Škoda Fabia. Ein Auto für kühle Rechner: Einfach. Gut.



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Nach einer Retusche der dritten Generation rollt der 3,99 Meter kurze Fünftürer nun gleichsam als Version 3.2 weiter. Eine frechere Front haben sie ihm in Mladá Boleslav verpasst, dazu ein hübscheres Heck, moderneres Cockpit und serienmäßig LED-Tagfahrlicht. Zudem lassen sich für die Kurzheck-Version erstmals auch stolze 18 Zöller ordern.

Unter der Haube werkelt ein Benziner mit dem Hubraum dreier Bierdosen, der unbeatmet 75 PS leistet, unter Druck 96 und 110. Freunde gepflegten Vorschubs sind gut beraten, eine der beiden Turbo-Versionen zu wählen – selbstverständlich auch wegen des dort verbauten Otto-Partikelfilters. Später im Jahr reicht Škoda noch eine Einstiegsversion mit 60 PS nach – empfehlenswert aber eher nur für Menschen, die Fahrspaß weit unten bis gar nicht auf ihrer Liste haben.

Die Kraft sortiert sich serienmäßig über ein FünfGang-Schaltgetriebe, in der stärksten Version gibt es ein Zahnrad-Paar mehr – und als Option ein klug agierendes Sieben-Gang-DSG, dem nur aus sehr engen Kurven heraus gelegentlich der ideale Anschluss fehlt. Etwas sehr komfortabel ist das Fahrwerk geraten. Das reicht in der Stadt zwar völlig, gerät aber in welligem Geläuf schnell an seine Grenzen. Vielleicht setzen sich die Entwickler ja noch mal mit ihren Kollegen vom Rapid zusammen.

Das Platzangebot ist überaus ordentlich, sogar im Fond sitzen auch Passagiere jenseits des Magerformats auskömmlich. Vergleichsweise üppig geht es auch im Gepäckabteil zu. Zwischen 330 und 1150 Liter steckt der Fabia hinter einer erfreulich niedrigen Ladekante weg – in der durchweg 600 Euro teureren Combi-Version 530 Liter und umgeklappt sogar fast 1,4 Kubikmeter.

Praktisch sind die vielen Netze, Ösen und Staufächer. Auch sonst warten überall pfiffige Lösungen. Natürlich der Parkschein-Clip, aber eben auch ein Warnwesten-Plätzchen unter dem linken sowie ein Regenschirm-Fach unter dem rechten Sitz. Das ist fast schon so genial einfach wie der legendäre Eiskratzer in der Tankklappe.

Auch in Sachen Assistenz ist der Fabia für einen Kleinwagen voll auf der Höhe. Auf Wunsch äugt er nun auch in den rückwärtigen Verkehr und in tote Winkel. Bereits das Basis-Radio verfügt über eine USB- und eine SD-Karten-Schnittstelle, die Infotainment-Systeme lassen sich per 6,5-Zoll-Touchscreen bedienen, und im Fond sitzen zwei zusätzliche USB-Buchsen. Das sorgt für Ruhe beim Nachwuchs.

Los geht’s bei 13 490 Euro, die Top-Version kostet ab 19 190 Euro. Und weil zur Škoda-DNA halt auch der Rallyesport gehört, bietet der Fabia "Monte Carlo" obendrein noch Front- und Dachspoiler, einen Heckdiffusor sowie Carbon-Dekor im Innenraum, vor allem aber richtig gute Sportsitze.

Wer indes auf begleitetes Fahren ebenso verzichten kann wie auf nobles Interieur, ist schnell mit einem ordentlichen Betrag im Vorteil. Schon ein mittlerer Fabia reicht für den Alltag völlig – und Puristen wie Werkstattmeister wissen: Was nicht verbaut ist, kann auch nicht kaputtgehen.

Autor

Wolfgang Plank

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Veröffentlicht am:
15. 08. 2018
14:30 Uhr

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