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VW: Golf 8 bei der Entwicklung voll im Zeitplan

Am Status des Golf lassen sie in Wolfsburg nicht den Hauch eines Zweifels. Nicht weniger als das "Herz der Marke" sei er, Synonym und DNA gleichermaßen - und obendrein die wichtigste Säule für Ertrag und Beschäftigung. Heißt übersetzt: Brummt der Golf, brummt VW. Aber eben auch: Schon kleinste Aussetzer sorgen für Stottern im gesamten Konzern.



 

Im Herbst soll die achte Generation starten. Aber nach allem, was man hört, läuft es momentan kein bisschen rund. Im Gegenteil: Die Entwicklung des Bestsellers hinke dem Zeitplan hinterher, befand der "Spiegel" nach Auswertung interner Unterlagen. Software und Vernetzung bereiten ganz offenbar massive Probleme. Wo doch der Golf ausgerechnet hier neue Maßstäbe für die Kompaktklasse setzen soll.

Derlei wäre nicht nur für VW allgemein ein Image-Schaden, sondern ganz persönlich für Konzern-Boss Herbert Diess. Der waltet mit harter Hand und ist daher in Wolfsburg nicht unumstritten. Selbst bei den Chefs anderer Hersteller sorgte er jüngst für Kopfschütteln mit seinem Vorstoß, alle staatliche Förderung ausschließlich auf E-Autos zu konzentrieren.

Bei VW gibt man sich betont gelassen. Die steigende Anzahl entdeckter Software-Probleme sei in dieser Phase der Entwicklung nicht ungewöhnlich. Das hänge auch mit der Komplexität der Funktionen zusammen. Sei ein Auto 2010 noch mit 10 Millionen Zeilen Programm-Code ausgekommen, seien es beim neuen Golf bereits 100 Millionen. Ein moderner Kampfjet verfüge gerade mal über ein Viertel davon.

Alles im Plan, so der offizielle Tenor. Aktuell seien Erprobungsfahrzeuge unterwegs, im dritten Quartal soll die Serienproduktion anlaufen. Die Weltpremiere werde im Oktober in Wolfsburg stattfinden, die eigentliche Markteinführung Ende des Jahres. Schon der erste Kunde, versichert man bei VW, werde den neuen Golf mit allen Funktionen frei konfigurieren können.

Zum Verkaufsstart werden Kunden aus drei Antriebsvarianten wählen können – einem 1,5-Liter-Benziner, einem 2,0-Liter-Turbodiesel und einer Kombination des Benziners mit einem 48-Volt-Mildhybrid. Deutlich revolutionärer wird es im Innenraum zugehen. Zumindest in den gehobeneren Ausstattungen wird das digitale Cockpit – ähnlich wie beim Touareg – schwungvoll übergehen in einen über der Mittelkonsole thronenden Bildschirm.

Digitale Technik auch beim Gangwechsel. Der erfolgt nicht mehr mechanisch, sondern elektronisch gesteuert über "Shift-by-Wire". Der große Vorteil: Einparken – ob längs oder quer – wird im Golf 8 vollautomatisch möglich sein.

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Wolfgang Plank

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Veröffentlicht am:
03. 05. 2019
16:12 Uhr

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03. 05. 2019
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