Zum 70. Geburtstag Stadtmuseum zeigt Renners „Waldfrauen“

Erneut eine Ausstellungseröffnung ohne Gäste – Das Stadtmuseum Hildburghausen zeigt seit Sonntag seine neue Schau. Sie ist diesmal dem heimischen Maler Gerhard Renner gewidmet.

Hildburghausen - Üblicherweise gehören die Eröffnungen der Sonderausstellungen im Hildburghäuser Stadtmuseum zu den kleinen kulturellen Höhepunkten der Kreisstadt. Das hängt natürlich zum einen daran, dass es das Museumsteam vermag, mit den Ausstellungen zur Stadtgeschichte oder den Kunstschauen ästhetische wie interessante Glanzlichter zu setzen. Das hängt aber ganz maßgeblich auch damit zusammen, dass es Museumsleiter Michael Römhild stets gelingt, in seinem Eröffnungsvortrag auf spannende, überraschende und eben auch humorige Weise in das Ausstellungsthema einzuführen. Nicht selten musste ein Teil der Veranstaltungsbesucher stets mit einem Stehplatz vorlieb nehmen, weil die Sitzplätze nie ausreichten, alle Besucher unterzubringen. Nun hat an diesem Sonntag das Stadtmuseum Hildburghausen seine neue Sonderausstellung eröffnet – aufgrund der Pandemie, nun schon zum wiederholten Mal ohne Gäste.

Anlässlich des 70. Geburtstages des Kunstmalers Gerhard Renner werden unter dem Titel „Waldfrauen und andere malerische Erscheinungen“ Gemälde, Aquarelle und Skizzen des Malers aus allen Schaffensperioden präsentiert. Gerhard Renner, 1951 in Sonneberg geboren, war nach seinem Studium der Mathematik und Kunsterziehung in Erfurt als Lehrer tätig. Ab 1986 wagte er den Schritt in die künstlerische Selbstständigkeit und ist seitdem als freiberuflicher Maler und Zeichner tätig. Waren ursprünglich Porträts und Stillleben sein Hauptsujet, so hat er sich seit etwa zehn Jahren auch der Landschaftsmalerei und den Blumenaquarellen zugewandt.

Auslöser dieser neuen Darstellungsformen dürfte die malerische Umgebung seines vor zehn Jahren gewählten Wohnortes in Schloss Bedheim sein. Doch trotz gelegentlicher Ausflüge in die Aquarellmalerei bleibt nach wie vor die altmeisterliche Malerei in Eitempera und Öl seine bevorzugte Maltechnik. Gute Kenner des Hildburghäuser Museums wissen natürlich, dass zwei Werke des Künstlers schon seit der Wiedereröffnung des Museum in der Alten Post im Jahre 1993 in dessen ständiger Ausstellung zu sehen sind. Es ist dies das großformatige Porträt des Verlegers und Publizisten Joseph Meyer, welches der Künstler nach einer alten Daguerreotypie anfertigte, sowie eine Ansicht des so genannten Tischbeinhauses bei Mondschein, in welchem bekanntlich drei Jahre lang die geheimnisvolle Dunkelgräfin lebte.

Die Ausstellung kann von 28. November 2021 bis voraussichtlich 6. März 2022 besichtigt werden. Öffnungszeiten: Mittwoch bis Freitag von 10 bis 17 Uhr und Samstag und Sonntag von 13 bis 17 Uhr. Derzeit gilt nach den aktuellen Bestimmungen die 2G-Regel.

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