Für die Technischen Glaswerke in Ilmenau war am 9. Mai das vorläufige Insolvenzverfahren eröffnet worden. Die Verbindlichkeiten des Herstellers von Labor- und Haushaltsgläsern belaufen sich auf rund sechs Millionen Euro.

Für Unternehmen gibt es mehrere potenzielle Investoren. Der vorläufige Insolvenzverwalter Klaus Siemon sprach am Montag von einer Handvoll ernstzunehmender Kaufinteressenten mit Branchenerfahrung. Bereits in dieser Woche seien erste Gespräche geplant. Ziel sei der Erhalt des Standorts in Ilmenau, erklärte Siemon.

Die Fortführung des insolventen Unternehmens sichere zunächst ein Massekredit ab. «Wir sind damit in der Lage, wieder Materialzukäufe zu leisten und Spediteure zu bezahlen», erklärte der Rechtsanwalt. Die Auftragssituation sei ermutigend.

Gravierende Probleme bereiteten jedoch die monatlichen Energiekosten. Diese seien so hoch, dass sie bei der derzeitigen Kapazitätsauslastung nicht zu stemmen seien. Auch wenn nicht produziert würde, fielen enorme Energiekosten an. «Wir brauchen in dieser Ausnahmesituation Hilfe von außen», sagte Siemon. Konkreter wollte er sich dazu jedoch nicht äußern. dpa