Demnach mussten Mieter 5,08 Euro pro Quadratmeter zahlen, wie der Verband Thüringer Wohnungs- und Immobilienwirtschaft am Montag mit Verweis auf seinen neuen Marktreport mitteilte. Doch fallen die Durchschnittsmieten regional unterschiedlich aus. Während in den Kreisen Hildburghausen und Greiz nur etwas mehr als 4,50 Euro pro Quadratmeter verlangt werden, sind es in Weimar 5,71 Euro, in Jena gar 5,80 Euro.

Mit Blick auf die demografische Entwicklung Thüringens sieht der Verband keine Gefahr stark steigender Mieten. Vielmehr werde der Leerstand trotz Rückbaus und Abriss steigen. «Die Diskussion über zu hohe Mieten entbehrt in Thüringen jedweder Grundlage», konstatierte Verbandsdirektor Frank Emrich. Der Verband vertritt nach eigenen Angaben mehr als 200 Unternehmen mit 264 200 Wohnungen. Damit werde fast jeder zweite Thüringer Mieter erfasst.

Nach Zahlen des Statistischen Landesamtes wurden im vergangenen Jahr mehr als 4900 neue oder erweiterte Wohnungen fertiggestellt. Das sei ein Plus von mehr als 700 oder 16,6 Prozent im Vergleich zum Jahr davor. Einen Rückgang (minus 8,2 Prozent) gab es allerdings bei Eigenheimen. dpa