Suhl - Normalerweise stellt sich vor den Sommermonaten stets eine leichte Beruhigung auf dem Arbeitsmarkt ein. Viele Betriebe sind planerisch schon in den Ferien - fahren die Produktion zurück und stellen aus diesem Grund auch nicht mehr so viel Personal ein. Das schlägt sich dann in der Regel auch bei den Arbeitsagenturen nieder. Nicht so in Südthüringen: "Wir verspüren bislang nur ganz leichte Anzeichen einer solchen sommerlichen Ruhephase", sagte Wolfgang Gold, Chef der Suhler Agentur für Arbeit, gestern bei der Vorstellung der aktuellen Arbeitsmarktzahlen. Demnach waren im Juni 14 193 Arbeitslose registriert. Das ist ein Rückgang gegenüber Mai um knapp 450. Vor einem Jahr waren zu diesem Zeitpunkt noch fast 4000 Südthüringer mehr von Arbeitslosigkeit betroffen. "Das konjunkturelle Umfeld hier in der Region ist weiterhin sehr robust", betonte Gold. So sank die Arbeitslosenquote um 0,2 Prozentpunkte auf derzeit 6,2 Prozent. Allerdings werde sich in den nächsten zwei Monaten dann doch die Ferienzeit bemerkbar machen, so der Agenturchef. Und auch einige ausgelernte Lehrlinge, die von ihren Betrieben nicht übernommen wurden, würden kurzfristig in den Statistiken auftauchen.