Suhl - Die Konjunktur zieht kräftig an. Der Arbeitsmarkt in Südthüringen brummt. Noch nie wurden zwischen Rhön und Rennsteig so wenig Arbeitslose registriert, wie im August dieses Jahres. "Die Anträge auf Arbeitslosengeld I sind um 20 Prozent zurückgegangen", freut sich der Chef der Suhler Agentur für Arbeit Wolfgang Gold. Allerdings hat diese positive Entwicklung auch Auswirkungen auf die Arbeit der Mitarbeiter in der Agentur. Die mussten beispielsweise statt 16 000 Arbeitslosengeldanträgen von Januar bis Juni 2009 nur noch 13 000 im gleichen Zeitraum dieses Jahres bearbeiten. Erst vor zwei Jahren waren mit Einsetzen der weltweiten Wirtschaftskrise etwa 40 Leute zusätzlich in der Suhler Behörde eingestellt worden, um den damals erwarteten Ansturm der Arbeitslosen bewältigen zu können. "Diese befristeten Stellen laufen zum Jahresende aus und werden nicht verlängert", bestätigt Gold.