Vachdorf - Der Ökolandbau steckt in der Krise. Von dem ehrgeizigen Ziel die Öko-Anbaufläche in Thüringen bis zum Jahr 2020 auf zehn Prozent auszubauen, ist man weiter den je entfernt. Auch vor dem Hintergrund, dass die Landschaftspflege-Agrarhöfe Rhön in Kaltensundheim zur konventionellen Landwirtschaft zurückgekehrt sind. Der Betrieb war mit 2800 Hektar bewirtschafteter Fläche, der größte Bio-Betrieb in Thüringen. Jetzt nimmt das Ökozentrum Werratal in Vachdorf mit rund 1700 Hektar den Spitzenplatz im Freistaat ein. Doch die Wirtschaftlichkeit des Unternehmens können die beiden Geschäftsführer Matthias und Andreas Baumann nicht außer acht lassen. "Noch rechnet sich unser Betrieb, obwohl die Bedingungen für eine Öko-Landwirtschaft zunehmend schlechter werden. Am 30. September läuft unsere Kulap-Verpflichtung für Öko-Landbau aus - wir könnten aus dem Bio-Geschäft aussteigen. Doch Öko ist eine Philosophie, auf der das von meinem Vater gegründete Unternehmen basiert. So lang es wirtschaftlich vertretbar ist, halten wir an dem Öko-Gedanken fest", so Baumann.
Werra-Grabfeld Ökozentrum bleibt Öko
Von Dietrich Bechstein 26.03.2014 - 00:00 Uhr