Die Solidarität unter den Inselbewohnern ist groß
Das „Franchipani“ liegt nördlich des Lavaflusses, südlich davon liegt die Pension „Tom’s Hütte am Meer“, die der Wilhelmshavener Thomas Klaffke dort seit vielen Jahren betreibt. Sie steht noch, aber alle Wege dahin sind vorerst abgeschnitten. Viele Monate werden vergehen, glaubt Klaffke, bis an seinem Küstenabschnitt, der La Bombilla heißt, wieder Strom und Wasser fließen werden. Klaffke hat die Fähre nach Teneriffa genommen, um dort einen Freund zu besuchen. Auf der Nachbarinsel wird er besser ausspannen können als auf La Palma. „Ich bin so müde“, sagt er.
Das „Franchipani“ ist noch erreichbar und liegt zum Glück außerhalb der Evakuierungszone rund um den Lavafluss. Das Geschäft läuft weiter, so gut es eben geht. „Du kannst ja jetzt nicht deinen Kopf in den Sand stecken und darauf warten, dass alles besser wird“, sagt Wastl. So langsam habe er den ersten Schrecken überwunden. „Aber immer mal wieder kommt Traurigkeit auf. Und zwischenzeitlich fängt man auch ganz dolle an zu weinen. Vor allem bei der ganzen Hilfsbereitschaft, die man rundherum erfährt. Die Solidarität ist es, was dich immer wieder hochzieht.“ Da kommt kein Vulkan gegen an.
Ein Gefühl der Verlassenheit
Schaden
Der Regionalpräsident der Kanaren, Angel Victor Torres, sagte am Mittwoch, seit dem Vulkanausbruch hätten alle Menschen auf den Kanaren kaum geschlafen. Es herrsche Angst und „ein enormes Gefühl der Verlassenheit“. Torres hatte die Schadenssumme vergangene Woche auf mehr als 400 Millionen Euro beziffert.
Hilfe
Am Mittwoch sagte er, etwa ein Drittel der Bananenproduktion nehme Schaden. Am Dienstag hatte die spanische Regierung Hilfsgelder in Höhe von 10,5 Millionen Euro für die Menschen freigegeben, die ihr Zuhause verloren.