Verein erhält Lottomittel Balancier- und Kletterpfad für die Kinder

Patrick Schantora, Vorsitzender des Oepfershäuser Schulfördervereins, nahm aus den Händen von Staatssekretärin Katharina Schenk einen Scheck in Höhe von 4000 Euro entgegen. Mit Schantora freut sich über die Zuwendung auch Schulleiterin Nicole Kirchner (von links). Foto:  

Über 4000 Euro, die aus den Überschüssen der Staatslotterie von 2022 stammen, freut sich die Grundschule Am Hahnberg mit ihrem rührigen Förderverein. Das Geld wird in die weitere Ausgestaltung des Freigeländes investiert.

Bei einem Rundgang durch die Wasunger Grundschule im Ortsteil Oepfershausen staunt Katharina Schenk nicht schlecht, wie lauschig schön eine Bildungseinrichtung auf dem Land sein kann. Im Garten hinter der Schule wird die kleine Delegation vom Zwitschern der Vögel begleitet. Die aus Erfurt angereiste Staatssekretärin Kommunales lässt sich alles genau erklären und freut sich, das Kinder hier im Grünen spielerisch schon so viel lernen können.

Schulleiterin Nicole Kirchner zeigt Schenk den kleinen Teich, die Blumenwiese, die Beobachtungswarte für Vögel, verschiedene Insektenhotels und den Schulgarten, in dem gerade ihre Stellvertreterin Renate Sömmer mit einigen Kindern durch umgegrabene Erde stapft, um schmale Fußwege anzulegen, von denen aus sich die Beete gut bestellen lassen. Einen aus Lehm gebauten halbrunden Backofen gibt es auch. „Für Pizza hervorragend geeignet“, merkt Kirchner an.

Im hinteren Teil schließt sich ein Mehrzweckfeld mit Fangzäunen an, welches sich für Ballspiele jeder Art eignet. Ohne den Schulförderverein gebe es diesen beliebten Platz nicht, lobt die Schulleiterin dessen außergewöhnliches Engagement. In den zurückliegenden Jahren habe sich dieser sehr zum Wohle der Kinder eingesetzt. Kirchner erinnert an den letzten großen Einsatz, den Abriss eines Schulnebengebäudes, der unterdessen einer grünen Wiese gewichen ist. Es handelt sich um eine Freifläche, die sich an den Schulhof anschließt und gestaltet werden soll. „Eine Balancier- und Kletterpfad wird dort entstehen“, erklärt Kirchner und zeigt auf das Areal. Schenk, die den schildgroßen Zuwendungsbescheid über 4000 Euro die ganze Zeit in der Hand hält, ist bereits im Bilde. Die Zuwendung aus Lottomittel wird zweckgebunden für die Ausgestaltung einer solchen Spielmöglichkeit ausgereicht. Einen entsprechenden Antrag hatte im Vorfeld der Förderverein gestellt.

Dessen Vorsitzender Patrick Schantora ist auch derjenige, der Empfänger der Lottomittel ist. Und wie so oft, sind er und seine Mitstreiter schon einen Schritt weiter. „Wir haben ein Angebot für unser Vorhaben schon vorliegen. Das beläuft sich auf gut 5000 Euro. Das fehlende Geld werden wir als Verein drauflegen“, sagt Schantora. Dazu kommt einiges an Eigenleistung. „Mindestens sechs Papas haben hier einen Tag lang zu tun“, erläutert er, dass vor dem Aufstellen von Geräten und Konstruktionen Fundamente angelegt werden müssen. Ansonsten gibts von TÜV kein grünes Licht. Die Summe für den Fundamentbeton, den er bei der Finanzierung noch nicht mit eingerechnet hat, will er über Sponsoren aktivieren.

Im Namen des Vereins bedankt sich Schantora bei der Staatssekretärin für die unkomplizierte Abwicklung und verspricht, bis zum Schulanfang im Herbst das Vorhaben umgesetzt zu haben. Schenk erwidert, ihren ersten Besuch im Natur-Aktiv-Museum und in der Kunststation noch in guter Erinnerung, dass sie gerne wiederkommt.

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