Als Georg II. mit seiner Truppe Ende des 19. Jahrhunderts mit den legendären Gastspielreisen die Theaterästhetik in ganz Europa prägte, hieß es „Die Meininger kommen!“. Eine Feststellung als Werbespruch. Am Wochenende hätte man in Meiningen sagen können: Die Norweger kommen! Die Uraufführung der Opernnovität „Gespenster“ bestritten zwar neben der Hofkapelle und dem Chor die heimischen Protagonisten. Und mit dem Dirigenten Philippe Bach und dem Regisseur Ansgar Haag kehrten ein früherer GMD und ein früherer Intendant an das Haus zurück. Aber der Stoff stammte vom Goethe Norwegens: Henrik Ibsen. Die Musik steuert dessen 1964 geborenem Landsmann Torstein Aagaard-Nilsen bei. Die norwegische Libretto stammt von Malin Kjelsrud. Uraufgeführt wurde das Stück jetzt in der deutschen Übersetzung von Dagfinn Koch.