"Es ist schon ein bisschen scheinheilig, von mehr Windkraft und Unterstützung zu sprechen und die Rahmenbedingungen für die Entstehung nicht zu verbessern. Hier braucht es mehr, als Windkümmerer", kritisiert Hennemann.
"Ich kann nicht verstehen, dass die bestehenden Standorte am Bretzenstein nicht im Regionalplan verzeichnet sind", bemängelt der Eberner Bürgermeister. "Ich meine, diese Haltung muss aufgrund der veränderten Situation der Energiewende und des Klimaschutzes dringend verändert werden. Ich werde mich weiter auf allen Ebenen dafür einsetzten, dass wir weiter Windräder auf dem Bretzenstein haben können und diese in Bürgerhand. Nur so können wir die Energieversorgung für die Zukunft sicherstellen" macht Hennemann deutlich.
Am 27. Juli wurde der Rotor der 66 Meter hohen Windkraftanlage am Bretzenstein von der Firma "SH Wind" aus Schleswig-Holstein abgebaut. "Zum Aufbau des Kranes haben mein Team und ich eineinhalb Tage benötigt", sagt Jan Krützfeldt, Geschäftsführer der Firma "SH Wind", mit Sitz in 25704 Nordermeldorf, gelegen der Nordseeküste, zwischen Cuxhaven und St. Peter Ording. Dazu kommt ein Tag für die Vorbereitung des Abbaus des Rotors mit seinen drei Rotorblättern.
"Einen weiteren Tag werden wir brauchen um die neuen Komponenten wieder zusammen zu bauen und dann wird es um die zwei Stunden dauern bis alles wieder hochgebracht und befestigt ist", sagt der Geschäftsführer. Das geschah am Mittwochvormittag. Er und Karl-Ludwig Grell hoffen, dass die Wiederinbetriebnahme im Lauf der kommenden Woche erfolgen kann. Den Betreibern und Planern für eine mögliche neue Windkraftanlage steht allerdings ein langer Weg bevor, mit ungewissem Ausgang.