Umbau beginnt Schmalkalder Stadion ab sofort gesperrt

Auf diese Nachricht haben besonders die sportbegeisterten Schmalkalder lange warten müssen: Der Um- und Neubau des Stadions am Walperloh beginnt.

Schmalkalden - Stück für Stück frisst sich der Bagger über die Tartanbahn. Am Dienstag zogen hier die Sportler noch ihre Runden. Seit Mittwoch fehlt auf etwa 100 Meter Länge der Kunststoffbelag. Sorgfältig abgetragen vom kommunalen Bauhof. Denn der Kunststoffbelag soll aufgehoben und wiederverwendet werden. Mit einem lachenden und einem weinenden Auge verfolgt Kerstin Herrmann-Girnth die Arbeiten im Stadion Am Walperloh. Einerseits ist die ehemalige, national und international erfolgreiche Läuferin und heutige Trainerin happy, dass der Um- und Neubau der Sportstätte endlich beginnt. Viele Jahre hat sie mit ihrem Leichtathletikverein darum gekämpft. Immer wieder war die Baumaßnahme zugunsten anderer Investionen zurückgestellt worden. Nun begleitet sie als Mitarbeiterin im städtischen Amt für Kultur und Sport die Arbeiten. Andererseits trauert Herrmann-Girnth der alten Anlage mit ihrer 400-Meter-Bahn etwas nach. Hier hat sie vor allem über 200 Meter ihre Erfolge gefeiert. Doch nicht nur die 52-Jährige beobachtet an diesem grauen Mittwoch den Rückbau der Bahn. Der eine oder andere Jogger verdrückt eine Träne. Sie müssen sich jetzt eine andere Strecke suchen, um fit zu bleiben.

Die Laufbahn entlang des Helenenweges muss abgetragen werden, weil in diesem Bereich das neue Stadiongebäude entsteht. Es reicht unmittelbar an die Laufstrecke heran. Eine neue Runde wird am Ende entstehen. Das allerdings steht auf einem anderen Papier. Jetzt ist erst einmal der Neubau an der Reihe. Die vorbereitenden Arbeiten, dazu gehören auch Probebohrungen, dauern nach Angaben aus dem Rathaus bis Mitte Februar. Ab März soll der Rohbau hochgezogen werden – und Ende des Jahres stehen.

2018 hatte die Stadt Schmalkalden einen Realisierungswettbewerb zum Bau eines Freizeit-, Sport- und Kommunikationszentrums ausgelobt. 24 Büros hatten ihre Ideen und Projekte eingereicht. Der Siegerbeitrag der AWB Architekten aus Dresden wird jetzt umgesetzt.

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