Trotz hoher Inzidenz Grundschulen und Kitas im Kreis Hildburghausen bleiben offen

Zuhören mit Mund-Nasen-Schutz: Unterricht in Zeiten der Pandemie. Foto: Matthias Balk/dpa/Symbolbild Foto: dpa

Die Grundschulen und Kindertagesstätten bleiben im Landkreis Hildburghausen trotz eines hohen Inzidenzwertes von 182 weiter im eingeschränkten Betrieb geöffnet.

Hildburghausen – Das teilte Hildburghausens Landrat Thomas Müller (CDU) mit. Zuvor hatte es Beratungen im Corona-Krisenstab sowie mit den Bürgermeistern im Landkreis und dem Schulamt Südthüringen gegeben.

Müller reagierte damit auf eine umstrittene Weisung aus dem Thüringer Gesundheitsministerium. Dieses hatte am vergangenen Freitag angeordnet, dass Landkreise und kreisfreie Städte mit einem Inzidenzwert ab 200 ihre Bildungseinrichtungen weiter geschlossen halten sollen. Für Inzidenzwerte zwischen 150 und 200 war diese Maßnahme empfohlen, aber nicht zwingend angeordnet worden. Der Inzidenzwert gibt die Zahl der Corona-Neuinfektionen binnen der jüngsten sieben Tage bezogen auf 100 000 Einwohner an.

Das Bildungsministerium hatte zunächst eine generelle Öffnung der Grundschulen und Kindertagesstätten unabhängig vom Inzidenzwert vorgesehen, sich danach aber der Weisung des Gesundheitsressorts angeschlossen.

Landrat Müller kritisierte in diesem Zusammenhang erneut die widersprüchlichen Aussagen und Weisungen der Landesregierung und ihrer Ministerien. Dieses Verfahren sei hanebüchen und habe mit vernünftigem Verwaltungshandeln nichts zu tun, so Müller. Das führe nur zur Verunsicherung von Schülern, Eltern, Lehrern und Arbeitsgebern.

Der Landkreis Hildburghausen hat deshalb den Spielraum, den das Gesundheitsminsterium gelassen habe, genutzt und entschieden, alle Grundschulen und Kitas bis auf Weiteres geöffnet zu lassen. Erst ab einem Inzidenzwert von 200 komme eine Schließung der Einrichtungen wieder infrage.

Der Landkreis, so Müller, werde das Infektionsgeschehen täglich beobachten und auf gegebenenfalls auch auf Sicht entscheiden. Dabei solle nicht nur der Inzidenzwert berücksichtigt werden, sondern ebenso die Lage auf den Intensivstationen der Krankenhäuser, und wie gut das Gesundheitsamt in der Lage sei, die Infektionsketten nachzuverfolgen, sagte der Landrat.

 

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