Erfurt/Suhl - Nach MDR-Informationen liegt gegen die beiden Anführer kein Haftgrund mehr vor. Hintergrund sei die Verschleppung eines Revisionsverfahrens von 2014, das erst jetzt im Juni neu verhandelt wird. Damit ist die Fortdauer der Untersuchungshaft unverhältnismäßig, zitiert der Sender das Oberverwaltungsgericht. Das Gericht habe die Haftbefehle daher bereits am 8. März aufgehoben. Der Revisionsprozess soll nun am 18. Juni am Landgericht Erfurt verhandelt werden.
Die Gruppe "Saat des Bösen" soll sich im damaligen Thüringer Jugendgefängnis Ichtershausen zwischen 2006 und 2009 gegründet haben. Dort sollen die Männer von anderen Häftlingen unter anderem Zigaretten erpresst haben.
Nach der Entlassung des Anführers begannen die kriminellen Aktivitäten zunächst in Suhl. Später soll die Gang Straftaten auch in Nordhausen, Weimar, Apolda und Gera begangen haben. Mehrere hochrangige Mitglieder der Gruppierung verbüßen Haftstrafen.
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