Wenn er mal wieder nicht rechtzeitig aus dem Büro kommt, fischt Sebastian Schrodt sein Handy aus der Tasche, stiehlt sich aus dem Raum und wählt die Nummer des Kinderlands Grenzweg in Schmalkalden. Seine beiden Töchter Smilla (3) und Molly (4) warten dort auf ihn. Sie warten, dass es nach Hause geht, zu Mama, die meist noch etwas später von der Arbeit in Zella-Mehlis kommt. "Normalerweise schaffe ich es schon, sie pünktlich abzuholen", sagt der Ingenieur für Maschinenbau, bei dem die Nachtmittagsstunden oft die arbeitsintensivsten sind. Pünktlich heißt bei ihm 17 Uhr, wenn die Regelöffnungszeit im Kinderland endet. "Aber es ist schön zu wissen, dass ein Anruf genügt, wenn's mal eine halbe Stunde länger dauert."