Dresden/Magdeburg - Die Gewerkschaft Verdi hat die Streiks im Einzelhandel im Südosten ausgeweitet. Nach Sachsen und Thüringen waren am Freitag auch Beschäftigte in Sachsen-Anhalt zum Ausstand aufgerufen. Insgesamt hätten sich rund 350 Mitarbeiter in den drei Ländern an den Streiks beteiligt, sagte Jörg Lauenroth-Mago, Verdi-Fachbereichsleiter für Handel.

Schwerpunkte waren Dresden, Gera und Magdeburg. Die Arbeitsniederlegungen sollen dort auch in den nächsten Tagen weitergehen, obwohl es in Baden-Württemberg bereits eine erste Tarifeinigung gegeben hat.

«Der Abschluss lässt mich nicht jubeln», sagte Lauenroth-Mago. Dennoch gehe er zuversichtlich in die nächste Verhandlungsrunde für Sachsen, Sachsen-Anhalt und Thüringen am 15. Juli in Leipzig. «Ich möchte am Mittwoch einen Abschluss», sagte Lauenroth-Mago.

Die Tarifeinigung in Baden-Württemberg sieht für die Beschäftigten dort rückwirkend zum 1. Juli 2,5 Prozent mehr Lohn vor. Ab 1. April 2016 soll es noch einmal zwei Prozent mehr geben. Außerdem wird die Vergütung der Auszubildenden angepasst. Die Erhöhung in beiden Jahren sei ein Erfolg, sagte Lauenroth-Mago. Verdi fordert für die 265 000 Beschäftigten in Sachsen, Sachsen-Anhalt und Thüringen unter anderem eine Stundenlohn-Erhöhung von einem Euro. dpa