Erfurt - Die Thüringer heiraten immer später - anders als zu DDR-Zeiten, wo sehr häufig schon ziemlich früh im Leben geheiratet wurde; mit dem Ergebnis, das die Ehen damals viel häufiger als heute in die Brüche gingen. So stieg das durchschnittliche Heiratsalter bei ledigen Männern in Thüringen zwischen 2001 und 2013 von 30,4 auf 34 Jahre, wie aus dem aktuellen Jahrbuch des Landesamtes für Statistik hervorgeht. Bei ledigen Frauen stieg das durchschnittliche Heiratsalter im gleichen Zeitraum von 27,4 auf 31,1 Jahre. Ähnlich sieht es bei Männer und Frauen aus, deren erste Ehe zerbrochen ist und die dann ein zweites Mal heiraten. Geschiedene Männer waren den Daten nach 2001 im Durchschnitt 46,3 Jahre alt, als sie sich ein zweites Mal standesamtlich trauen ließen. Im Jahr 2013 lag ihr Durchschnittsalter schon bei 49,9 Jahren. Bei Frauen stieg der Vergleichswert im gleichen Zeitraum von 43,3 auf 47,1 Jahre. Gleichzeitig zeigen die Daten der Statistiker für das Jahr 2013: An der Behauptung, dass die Midlife-Crisis schlecht für Ehen ist, ist etwas dran.