Selbstverständlich waren die Häme und der Spott sofort da. Nicht erst mit einer halben Stunden Verspätung. Vor allem im Internet, in dem sich Ereignisse kommentieren lassen, noch ehe sie richtig begonnen haben. Gerade deshalb hätte am Donnerstag um genau 11 Uhr auch in dieser virtuellen Welt der bundesweite Probealarm ausgelöst werden sollen, auf den sich die zuständigen Behörden seit Monaten vorbereitet hatten. Die Smartphone-App "Nina" hätte dann auf den Handys ihrer Nutzer in einer kurzen Nachrichten im Wesentlichen verkünden sollen: "Das ist ein Probealarm, kein Grund zu Panik, wenn Sie diese Nachricht sehen, wissen Sie, dass dieser wichtige Teil unseres zivilen Warnsystems funktioniert."