Die preußischen Arbeiterstädte Suhl und Schmalkalden, dazu das damals gothaische Zella-Mehlis: Das war im Jahr 1918 ein mächtiges Südthüringer Industrie-Dreieck mit starker Sozialdemokratie. Zwar gab es hier vor Ort keine Herrscher, die man hätte vom Thron stürzen können. Die Revolutions-Stimmung gelangte dennoch ohne Zeitverzögerung in die Region. Und so wie in Berlin, Gotha, Weimar und Meiningen die Monarchen ihre Kronen widerstandslos abgaben, so ergaben sich auch die Beamten in der gothaischen und preußischen Provinz friedlich ihren einstweiligen neuen Herren, den örtlichen Arbeiter- und Soldatenräten.