Suhl/Erfurt - Der Anrufer gab vor, es seien zwei bis drei Syrer von der Polizei festgenommen worden, die ein Notizbuch bei sich hatten. In diesem gebe es eine Liste mit Namen, unter denen auch der jeweilige Angerufene aufgeführt wird.
Zum Abgleich und für die weiteren Ermittlungen würde nun durch die Anrufer das Sparbuch sowie Bankdaten benötigt. Mit dieser Masche sind Betrüger seit einiger Zeit bundesweit aktiv, so die Polizei. Unter anderem sorgen sie mit Comuterprogrammen dafür, dass sogar im Display die Nummer einer Polizeidienststelle, eines Gerichtes oder einer Stattsanwaltschaft beim Angerufenen angezeigt wird.
So mehrfach zwischen Weihnachten und Neujahr geschehen im Bereich des Landkreises Nordhausen, zuvor auch in anderen Landkreisen Thüringens. Die Anrufer erschleichen sich im Telefonat zunächst das Vertrauen der Betrugsopfer, unter Vorwänden versuchen die Unbekannten dann, sie zu Geldzahlungen oder zur Preisgabe von Kontodaten zu bewegen.
Die Polizei rät, solchen Anrufern grundsätzlich nicht zu vertrauen, auch wenn die angezeigte Nummer tatsächlich zu einer Behörde gehört. Polizei, Staatsanwaltschaft, Banken und ähnliche Einrichtungen fragen nie am Telefon nach vertraulichen Informationen und fordern nie telefonisch zu Zahlungen auf, informiert die Polizei weiter.
Im Zweifel soll die angezeigte Telefonnummer zurückgerufen und dort kritische Fragen gestellt werden. Gezielt solle nach der Person, die angeblich angerufen hat, gefragt werden. Auch wenn kein Schaden eingetreten ist, sollte der Vorfall umgehend beim Polizeinotruf unter 110 oder der örtlich zuständigen Polizeidienststelle gemeldet werden. jbr