Der zweite NSU-Untersuchungsausschuss im Thüringer Landtag bezweifelt, dass die am 25. April 2007 in Heilbronn ermordete Polizistin Michèle Kiesewetter ein bloßes Zufallsopfer war. Das geht aus dem mehr als 2000 Seiten starken Abschlussbericht des Gremiums hervor, das über vier Jahre lang tagte. Die Erfurter Abgeordneten sehen "diverse Anhaltspunkte", die zu einer weiteren Aufhellung des Falles beitragen könnten. Der Ausschuss verweist unter anderem auf mögliche Verbindungen zur rechtsextremen Szene im privaten Umfeld der aus Thüringen stammenden Polizistin.