Kassel/Gerstungen - Der Kali-Konzern K+S darf bis 2015 weiter Salzabwässer in den Untergrund nahe der Thüringer Landesgrenze pressen.
Das Verwaltungsgericht Kassel lehnte einen Eilantrag der Gemeinde Gerstungen (Wartburgkreis), der Bürgerinitiative «Für ein lebenswertes Werratal» und des Thüringer Verbandes für Angeln und Naturschutz ab, die Versenkung zu stoppen. Das Gericht begründete am Donnerstag seine Entscheidung vom 2. August mit einer Interessenabwägung. Die Kammer habe die Interessen von Betrieb und Region, vorläufig weiter Salzabwässer einzuleiten, höher bewertet als den von der Gemeinde angestrebten Stopp, hieß es.
Die Kammer sei der Auffassung, dass die wirtschaftlichen Nachteile gravierender seien. Eine Versalzung des Trinkwassers bis zu einer Entscheidung im Klageverfahren sei nicht wahrscheinlich, aber auch nicht auszuschließen, hieß es in der Begründung. Gegen den Beschluss kann Beschwerde beim Hessischen Verwaltungsgerichtshof eingereicht werden.
Thüringen K+S darf weiter Salzabwässer versenken
Redaktion 09.08.2012 - 13:12 Uhr