Erfurt - Durch einen Auftritt des Thüringer Verfassungsschutz-Präsidenten, Stephan J. Kramer, vor dem NSU-Untersuchungsausschuss des Landtages sehen sich die Linken in ihrer Forderung nach Abschaffung des Inlandsnachrichtendienstes bestärkt. „Falls es noch irgendein Argument für die Abschaffung des Verfassungsschutzes brauchte, hat Herr Kramer das nun geliefert“, sagte die Linke-Obfrau im Ausschuss, Katharina König-Preuss, am Donnerstag in Erfurt. Es sei nicht hinzunehmen, dass der Verfassungsschutz jedes Jahr mehrere Millionen Euro aus dem Landeshaushalt erhalte, Kramer sich bei Aussagen zu mutmaßlichen NSU-Unterstützern aber auf Wikipedia-Wissen beziehe.