Erfurt - Mitte des Jahres soll die Entscheidung über den Investor für ein Messe-Hotel in Erfurt fallen. «Wir sind mitten in den Verhandlungen mit Interessenten, die das Hotel bauen wollen. Unser Ziel ist, sie bis Ende des ersten Halbjahres abzuschließen» sagte der Sprecher der Messe Erfurt, Kay-Uwe Dorn, auf Anfrage. Das Projekt, das sich im zweistelligen Millionenbereich bewege, war europaweit ausgeschrieben worden. Erfurt will sich dank der guten Erreichbarkeit durch den neuen ICE-Knoten stärker als Messe- und Kongressstandort profilieren.
Lange war angesichts der oft ausgelasteten Übernachtungskapazitäten über den Bau des Messe-Hotels diskutiert worden. Nun soll ein Haus mit etwa 300 Betten sowie Tagungsräumen entstehen. Für das Großprojekt verkaufe die Messe ein Grundstück, sagte Dorn. Welcher Investor den Zuschlag erhält, entscheide letztlich der Aufsichtsrat. Die Messe ist eine Thüringer Landesgesellschaft.
Die Erwartung sei, dass der Baubeginn für das Hotel noch in diesem Jahr erfolge, so der Messe-Sprecher. «Die Fertigstellung sollte im Jahr der Bundesgartenschau sein.» Erfurt ist 2021 Buga-Ausrichter.
Das Land will auch das Messegelände nach mehr als zwei Jahrzehnten Betriebszeit erneuern. Dafür sind im Zeitraum bis 2023 laut Wirtschaftsministerium fast 28 Millionen Euro vorgesehen. Mit dem Geld sollen Foyer und Hallen modernisiert, neue Parkplatzkonzepte entwickelt und die technische Infrastruktur verbessert werden.
Im vergangenen Jahr besuchten rund 648 000 Menschen die Messen, Ausstellungen, Konzerte und Kongresse an Thüringens größtem Messestandort. Erfurt ist damit nach Angaben der Messe-Gesellschaft der zweitgrößte Messestandort in den ostdeutschen Bundesländern. dpa