Mehr als einmal macht Kai-Uwe Trinkaus deutlich, dass er glaubt, ein völlig untypischer V-Mann gewesen zu sein. Das ganze Spitzelgeschäft, erklärt er, ziele doch mehrheitlich auf die Zusammenarbeit des Verfassungsschutzes mit Menschen ab, die "nur acht Jahre" Schulbildung genossen hätten. Die ganze "Problematik" sei doch "auf Hauptschüler getrimmt". Habe ein V-Mann "mal Abitur", dann werde die Zusammenarbeit schon schwierig. "Bei einem mit Studium geht's gar nicht mehr." Deshalb, sagt Trinkaus, sei er ja eigentlich auch kein richtiger V-Mann gewesen, habe keine Aufträge vom Landesamt bekommen, sei nicht zum Rapport einbestellt worden.
Thüringen Ein Rechter im Schafspelz
Von Sebastian Haak 10.01.2014 - 00:00 Uhr