Die Oberbürgermeister der sechs kreisfreien Städte in Thüringen schlagen Alarm. Die Finanzsituation der größeren Städte sei wegen einbrechender Steuereinnahmen und Mehrausgaben als Folge der Corona-Krise dramatisch, erklärten die Stadtoberhäupter am Donnerstag in Erfurt. «Was nicht geht, sind Sparorgien», sagte Erfurts Oberbürgermeister Andreas Bausewein (SPD). Es dürfte in der Krise nicht gerade dort der Rotstift angesetzt werden, wo es um die Lebensqualität der Bürger gehe. Nach Angaben von Bausewein haben sich die Oberbürgermeister in einem Schreiben an Ministerpräsident Bodo Ramelow (Linke) gewandt, damit die Finanzhilfen des Landes für die Kommunen auf 900 Millionen Euro in diesem Jahr aufgestockt werden.