Erfurt – Etwa 700 Patienten von Thüringer Fachärzten für Allgemeinmedizin müssten inzwischen darüber Bescheid wissen, ob sie ein „Patient 2.0“ sind oder nicht. Im Wartezimmer von 16 Praxen, davon acht in Südthüringen, sahen sie sich eines Tages jungen Leuten mit Fragebögen gegenüber, deren Inhalt besagten mysteriösen Patientencharakter erhellen sollte.

Und tatsächlich: Jetzt ist so gut wie sicher, dass eine „neue Spezies“ von Patienten auch in Thüringer Wartezimmern immer häufiger zu finden ist. Es handelt sich um Menschen, die sich im Internet über gesundheitsrelevantes Wissen informieren und damit ihren Arzt konfrontieren. Dadurch entstehe „ein partizipativeres, ausgewogeneres Arzt-Patienten-Verhältnis.“ So jedenfalls schlussfolgern sieben Studenten der Kommunikationswissenschaft der Universität Erfurt im Ergebnis ihres Forschungsprojektes.