Telefontrick 61-Jähriger lässt Betrüger abblitzen

 Foto: dpa-Zentralbild

Unbekannte Telefontrickbetrüger sind abgeblitzt, als sei am Mittwochvormittag versuchten, einen 61-Jährigen aus Suhl mit einem perfiden Anliegen übers Ohr zu hauen. Eine 75-Jährige aus Eisenach fiel leider auf einen solchen "Schockanruf" herein.

Suhl - Per Telefon meldeten sich die Kriminellen und gaukelten dem Mann vor, dass seine Schwägerin in einen Unfall mit tödlichem Ausgang verwickelt sei. Er solle eine Kaution von 37.000 Euro bezahlen, um seine Verwandte "freizukaufen". Glücklicherweise gab der Geschädigte laut Polizei keine persönlichen Daten heraus. Das Gespräch wurde seitens der Betrüger beendet, nachdem sie offenbar gemerkt hatten, dass der 61-Jährige ihre Betrugsabsichten durchschaut.

Nicht so bedacht reagierte eine 75-Jährige am Mittwochabend in Eisenach. Auch sie erhielt einen Anruf eines Unbekannten, der sich als Rechtsanwalt ihres Sohnes ausgab. Er gab vor, ihr Sohn habe "bei einem Verkehrsunfall jemanden getötet" und sei nun festgenommen. Für eine Kaution müsse nun ein Betrag von mehreren Tausend Euro hinterlegt werden. Eine Mitarbeiterin der Kanzlei werde das Geld abholen. Wenig später übergab die Seniorin den geforderten Betrag vor ihrer Wohnung an eine Unbekannte. Erst, als ihr Sohn nicht, wie vereinbart, zuhause erschien, rief sie die Polizei. Weitere solcher Schockanrufe im Wartburgkreis endeten für die Täter laut Polizei allerdings erfolglos.

Da es in jüngster Vergangenheit wieder vermehrt zu Telefontrickbetrügen mit unterschiedlichsten Herangehensweisen gab, warnt die Polizei erneut, niemals persönliche/sensible Daten an fremde Personen per Telefon (Nachricht/Anruf) herauszugeben. Seien Sie stets misstrauisch, wenn Sie Geldforderungen per Anruf oder per Nachricht erhalten. Vergewissern Sie sich, ob der vorgebrachte Fall den Tatsachen entspricht und rufen sie die betreffende Person an. Ziehen Sie eine Vertrauensperson hinzu. Die Polizei, die Staatsanwaltschaft sowie andere Amtspersonen stellen niemals Geldforderungen am Telefon. Lassen Sie sich auch nicht von vermeintlichen Rufnummern wie der 110 täuschen. Wenn Sie Opfer eines solchen Anrufes geworden sind, wenden Sie sich in jedem Fall an die Polizei und erstatten Sie eine Anzeige.

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