Es ist kein Geheimnis, dass die Tafeln allerorts finanziell nicht gut aufgestellt und am Rande ihrer Möglichkeiten angelangt sind. Sie versorgen Bedürftige mit Lebensmitteln, sind auf Spenden umliegender Supermärkte und auf die Mithilfe ehrenamtlicher Helfer angewiesen. Das Modell ist deutschlandweit ähnlich und funktioniert – noch. Dem einstigen Anliegen, Bedürftigen zu helfen und dem Grundrecht auf Nahrungsmittel kann aber nicht mehr Sorge getragen werden. Grund sind rasant steigende Neuanmeldungen. „Die Menge der Lebensmittel reicht nicht mehr aus, um die Versorgung sicherzustellen. Die Zahl der Tafelkunden wächst überproportional“, sagt Dieter Weiprecht, Leiter der Einrichtung in Meiningen. Bestätigt wurde er von Marco Heilwagen, Leiter der Tafel in Ilmenau/Großbreitenbach und Koordinator für den Thüringer Bereich. „Es sind Mammutaufgaben, die die Tafeln zu stemmen haben. Wir sind am Limit“, findet er. Seit einer Weile wurde in Meiningen eine Warteliste angelegt. Neue Kunden können erst dann aufgenommen werden, wenn wieder freie Kapazitäten vorhanden sind. Momentan stehen 60 Bedürftige als Nachrücker auf der Liste. Die Tafeln leisten einen wesentlichen Beitrag in unserer Gesellschaft. Aus diesem Grund haben einige Institutionen das Weihnachtsfest zum Anlass genommen, um mit Geldspenden und Manpower die Tafelarbeit zu unterstützen.