Heinrichs - Berührend, voll heiterer Melancholie und ernster Leichtigkeit - so klingen die Lieder direkt aus dem jüdischen Herzen in die Herzen der Zuhörer. Sie erzählen vom goldenen Land, von süßen Kinderjahren, von Liebe und Schmerz. Unter dem Thema "Lidl fun goldenem Land" erklangen am Sonntag im Rahmen des 16. Literatur- und Kunstfestivals Provinzschrei heitere und besinnliche jiddische Melodien in neuen innovativen Arrangements. Dieses Konzert des Leipziger Synagogalchores war den Brüdern Moses und Löb Simson gewidmet, die vor 160 Jahren die Firma Simson gründeten. Denis Baum sei es zu verdanken, so Claudia Neukirchner, Vorsitzende des Vereins Provinzkultur, im Gründungsjahr dieser Firma, die so eng mit der Geschichte Suhls verbunden ist, den Leipziger Synagogalchor zu gewinnen. "Es ist schon einzigartig", so Thomas Streipert, Bassbariton und Chor-Sprecher, der auch durchs Programm führte, "dass der Name der jüdisch-deutschen Kaufmannsfamilie fünf politische Systeme und mehrere Unternehmenseigner überstanden hat. Das ist etwas ganz Seltenes."