Sturm im Wartburgkreis Umgestürzte Bäume und fliegende Dachziegel

Auch im Wartburgkreis hällt der Herbststurm Ignatz die Einsatzkräfte der Feuerwehren auf Trapp. Umstürzende Bäume, herumfliegende Dachziegel und Blumenkübel sorgen für erhebliche Gefahren.

Bad Salzungen -

Der Herbststurm „Ignatz“ fegte mit Windgeschwindigkeiten von bis zu 120 Stundenkilometern über den Wartburgkreis. Die Einsatzkräfte der Feuerwehr und die Mitarbeiter der Bauhöfe waren im Dauereinsatz. Allein bis 11 Uhr registrierte die Rettungsleitstelle 24 Einsätze, bis zum Nachmittag kamen noch einmal 12 dazu.

In der Stadt Bad Salzungen mit Ortsteilen entwurzelte der Sturm viele Bäume. Feuerwehrleute mussten gleich mehrmals nach Allendorf und Kloster, aber auch nach Langenfeld und Oberrohn ausrücken und die Wege wieder frei räumen. In Hütscheroda hatte „Ignatz“ gleich mehrere Bäume gefällt. Aber auch in Vacha, Unterbreizbach, in der Stadt Werra-Suhl-Tal und Hainich-Werratal hatten große Bäume dem Sturm nicht standgehalten. In Eisenach und Kupfersuhl flogen Dachziegel durch die Luft.

Die Stadt Bad Salzungen kam nach Einschätzung von Hannes Knott, hauptamtlicher Beigeordneter der Stadt, trotzdem glimpflich davon. Bis zum späten Nachmittag mussten die Feuerwehren zu 14 Einsätzen ausrücken, davon waren zwölf durch den Sturm bedingt. Los ging es um 7.53 Uhr, als im Langenfelder Wald Bäume die Straße blockierten. Die meisten Einsätze gab es im Stadtgebiet und den angrenzenden Straßen. In der Regel mussten umgestürzte Bäume beseitigt werden. Im Bad Salzunger Ortsteil Allendorf war ein Baum sogar auf ein Haus gekracht. In Kupfersuhl mussten die Kameraden mit der Drehleiter ran, um eine Brandruine zu sichern. Hier drohten Dachbalken abzustürzen.

Aus Sicherheitsgründen gesperrt wurde am Donnerstagvormittag die Landesstraße von der Grundecke in Bad Salzungen nach Gräfen-Nitzendorf. „Heute findet dann eine Kontrollfahrt statt, dann wird entschieden, ob die Straße wieder freigegeben wird“, erklärte Hannes Knott. Ebenfalls aus Sicherheitsgründen gesperrt wurden der Puschkinpark und der Rathenaupark. Alle Mitarbeiter der städtischen Bauhöfe waren im Dauereinsatz. Sie werden sich heute noch mal auf eine Kontrollfahrt durch die Stadt begeben, um weitere Schäden ausfindig zu machen.

Auch die Wartburg in Eisenach musste für den Besucherverkehr gesperrt werden und die Behörden warnten vor dem Betreten der Drachenschlucht in Eisenach. Auch Parks und Wälder sollten gemieden werden. Bevor dem Sturm am Nachmittag ein wenig die Puste ausging, wütete er noch einmal besonders in der Stadt Eisenach und in Vacha. Erneut mussten die Einsatzkräfte raus, um umgestürzte Bäume zu beseitigen und Dächer zu sichern.

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