Sonneberg/Neuhaus Skiarena Silbersattel: Neue Schneekanonen für eine halbe Million Euro

Axel Müller, Betreiber der Skiarena Silbersattel in Steinach, erklärt anhand einer seit drei Jahren zur Verfügung stehenden Testmaschine, was die neue Schneekanonen-Technik im Vergleich zu den Vorgänger-Modellen für Vorteile hat. Foto: Steffen Ittig

Kurz vorm Beginn der nahenden Wintersaison wird mehr als eine halbe Million Euro in die Erneuerung der veralteten Beschneiungsanlage der Skiarena Silbersattel in Steinach gepulvert.

Steinach - Genauer gesagt 600.000 Euro, die in acht neue Schneekanonen und eine neue Pumpe investiert werden. Wie Axel Müller als Betreiber der Anlage am Fellberg sagt, könne man Kunstschnee in Thüringens größtem Skigebiet künftig effektiver, sparsamer und leiser produzieren. Den Mehrwert in Schneemengen zu beziffern, gestalte sich aber nicht gar so leicht, weil das von verschiedenen Faktoren wie Temperatur, Luftfeuchtigkeit oder der gewünschten Schneequalität abhänge, erklärt Betriebsleiter Mirko Jakob. Grob formuliert: „Wir können jetzt ungefähr doppelt so viel Schnee bei der Hälfte des bisher benötigten Stroms herstellen.“ Denn der Verbrauch pro Maschine sinkt von 32 auf 16 bis 18 Kilowattstunden – und der Geräuschpegel dank modernster Motorentechnik obendrein. Zudem wird die neu installierte Pumpe imstande sein, nicht mehr nur zehn, sondern 25 bis 30 Liter Wasser pro Sekunde durch die Leitung zu drücken.

Nach weit mehr als zehn Jahren des Ringens, die Skiarena zu einem ganzjährig nutzbaren Erlebnis- und Aktivpark umzubauen und zu modernisieren, könne nun endlich mit der Umsetzung des Projektes gestartet werden, sagt Steinachs Bürgermeister Ulrich Kurtz mit Blick auf die erste Teilmaßnahme, deren Kosten zu 90 Prozent vom Land gefördert werden. Und genau deshalb hatte die Stadt am Freitagvormittag zu einer offiziellen Übergabe des Zuwendungsbescheides aus den Händen des Thüringer Wirtschaftsministers Wolfgang Tiefensee an die Mittelstation eingeladen. Coronabedingt cancelte der angekündigte Besucher aus Erfurt den Termin. Was der Freude über den bereits seit 28. September vorliegenden Bescheid im Rathaus keinen Abbruch tat.

Die Bauarbeiten in Sachen Pumpe laufen bereits. In etwa zwei Wochen sollen die acht neuen Schneekanonen aus Südtirol kommen. „Wir sind guter Dinge, dass die Umsetzung der ersten Teilmaßnahme bis 30. November abgeschlossen ist“, hält Bürgermeister Kurtz abschließend fest.

Die Hoffnung lautet nun, die 77 Betriebstage der vergangenen Saison diesmal dank der neuen Technik zu übertreffen und „dass dann auch mal wieder alle Pisten geöffnet sein können“, so Betreiber Axel Müller. Und nicht zu vergessen, betont er: „Wir müssen dranbleiben, dass die Umsetzung des Projektes nächstes Jahr weitergeht.“ Schließlich stehen noch weitere Teilmaßnahmen im ersten Bauabschnitt an, um das 1998/1999 errichtete Skigebiet auf Vordermann zu bringen und es konkurrenzfähig zu halten – ob Vergrößerung des Parkplatzes oder Errichtung eines Förderbandes als Schlepplift-Ersatz auf dem Plateau.

 

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