Sonneberg/Neuhaus am Rennweg - Wahrscheinlich hätte die AfD-Fraktion im Kreistag noch einen Tick genauer fragen müssen. So erkundigte sie sich beim Vizelandrat aber nur, ob für den Teilstandort Neuhaus konkrete Schließungspläne existieren. Dies beantwortete Jürgen Köpper zur Sitzung in der Aula des Gymnasiums mit einem Nein. Unter Verweis auf eine Zuarbeit vom Hauptsitz des südthüringisch-fränkischen Klinikkonzerns verlautbarte er, dass vom Bund zuletzt ein Sicherstellungszuschlag von 400.000 Euro gewährt wurde, um die Grundversorgung in Form der Abteilungen Chirurgie und Inneres aufrechterhalten zu können. "Aufgrund der geographischen Lage ist davon auszugehen, dass Neuhaus auch in Zukunft diesen Zuschlag erhalten wird" um eine wohnortnahe medizinische Versorgung zu gewährleisten. Etwas gezielter hatte zuvor Henry Worm (CDU) nachgehakt. Der Scheibe-Alsbacher führte den bisherigen Aderlass am Neuhäuser Klinikum an - von eingekürzten Laborzeiten über die geschlossene Geburtshilfe und die aktuelle Verlagerung der Küche - um zur geriatrischen Reha überzuleiten. "Die Unruhe in der Belegschaft ist groß", stellte Worm dem Kreistagspodium durch. "Liegen hier Infos vor", erkundigte er sich bei Köpper.